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Frankenwald-Gymnasium Kronach

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Anfang der Woche waren über 70 Mitglieder der Schülergruppe der „MutMacher“ für knapp drei Tage im Evangelischen Jugendhaus Weihermühle bei Kulmbach eingekehrt, um sich auf die in diesem Schuljahr geplanten Aktionen rund um das Thema „Couragiertes Handeln im Alltag“ vorzubereiten. Dabei gab es neben zahlreichen Gruppenarbeitsphasen auch jede Menge Raum für Spaß und Spiel – immerhin war rund ein Drittel der „Reisegruppe“ erstmalig als Mitglieder der „MutMacher“ unterwegs. „Den inneren Zusammenhalt dieses immer größer werdenden Teams an MutMachern zu stärken, ist sicherlich ein Ziel, das wir in diesen Tagen erreicht haben!“, erläuterte Matthias Simon als betreuende Lehrkraft die drei arbeitsintensiven Tage.

Besonders intensiv waren dabei die Vorbereitungen auf ein ganz besonderes Jubiläum: Am Donnerstag, den 24.11.2022, begehen die „MutMacher“ (mit zweijähriger und coronabedingter Verspätung) ihr zehnjähriges Jubiläum mit einer eigenen Veranstaltung in den Turnhallen des Schulzentrums. Hier werden neben einzelnen Ehrengästen und hoffentlich möglichst vielen ehemaligen „MutMachern“ vor allem alle 660 Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte versammelt sein, um einen Einblick in das wert(e)volle Wirken dieser Schülergruppe im Sinne einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu erhalten. Die Veranstaltung findet am Donnerstag in der 5. und 6. Stunde statt und wird auch einzelne „Aktiv-Stationen“ beinhalten, bei denen man sein Wissen um couragiertes Wissen im Alltag unter Beweis stellen kann.

„Außerdem wollen wir in eigens erstellten Workshops in allen Klassen der Unterstufe den jungen Schülerinnen und Schülern des FWG zeigen, was eine Schule ohne Rassismus ausmacht“, freut sich auch Maria Kukowski aus der 10c auf die weiteren Betätigungsfelder der MutMacher in diesem Schuljahr.  

 

Hohen Besuch hatte das Frankenwald-Gymnasium am vergangenen Freitagnachmittag: Kronachs Erste Bürgermeisterin, Angela Hofmann, kam ans FWG, um den „RoboFreaks“ und somit dem amtierenden Europameister der "First Lego League“ nochmals persönlich zu deren unglaublichen Erfolg zu gratulieren. Zusammen mit der Schulleitung des FWG, darunter auch „RoboFreaks“-Begründer und -Betreuer Christian Pfadenhauer, schaute das Stadtoberhaupt den jungen Tüftlerinnen und Tüftlern des FWG über die Schulter und zeigte sich sowohl vom Einsatz als auch von der Innovationskraft der ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern beeindruckt. Da die Bürgermeisterin selbst einst als Elektrotechnikerin gearbeitet hat, trafen die Ausführungen der „RoboFreaks“ bei ihr auf besonders offene Ohren. Über 90 Minuten nahm sich Frau Hofmann Zeit für deren Ausführungen. Zudem signalisierte sie die Unterstützung der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für zukünftige Wettbewerbstouren. Immerhin steht im Januar 2023 bereits die erste Runde des nächsten Wettbewerbs an. Angela Hofmann wünschte den „RoboFreaks“ hierfür viel Erfolg und war sich sicher, dass sie die „Ingenieurswerkstatt der Zukunft“ am FWG nicht zum letzten Mal besucht hat.

Die achte Jahrgangsstufe des Frankenwald-Gymnasiums besuchte das FabLab in Kronach. Unter Anleitung ihrer Kunstlehrerin Mirjam Gwosdek fertigten die Gymnasiasten hier Hochdruck-Linolschnitte an. Die Ergebnisse werden bei den Internationalen „DruckKunstWochen“ ausgestellt.

Kronach- Ausgebreitet liegen, Seite an Seite, kleine Papierstücke auf dem großen Tisch im Seminarraum des Kronacher FabLabs. Sie zeigen Ausschnitte aus berühmten Kunstwerken von Lucas Cranach. Sorgsam zeichnen die Achtklässler des Frankenwald-Gymnasiums an diesem Dienstagvormittag den jeweils von ihnen ausgewählten Ausschnitt mit Bleistift ab, um ihren Entwurf später als Linolschnitt zu gestalten und danach im Hochdruckverfahren zu Papier zu bringen.    

„Ich finde es toll, welche Möglichkeiten hier jungen Leuten geboten werden“, würdigt deren Kunstlehrerin Mirjam Gwosdek, die sich sehr über die kostenlose Nutzung des - gerade auch für Schulgruppen idealen - hellen und geräumigen Arbeitsraums freut. Ein FabLab (Englisch: „Fabrication Laboratory“‚ zu Deutsch „Fabrikationslabor“) ist eine offene, digitale und global vernetzte Werkstatt, die auf computergesteuerte Fertigung ausgerichtet ist. Beim FabLab im ehemaligen Link-Gebäude in der Güterstraße handelt es sich um eine Einrichtung für die Studierenden der sich entwickelnden Studiengänge des Lucas-Cranach-Campus. Offizieller Betreiber ist die Lucas-Cranach-Campus-Stiftung. Große Wert legen die Verantwortlichen darauf, dass die Labore mit ihrer technischen Ausstattung auch der heimischen Bevölkerung zugänglich sind. So finden dort zum Beispiel Veranstaltungen wie der Reparaturtreff der Grünen statt sowie Kooperationen mit Vereinen wie „Kronach leuchtet“ oder Künstlern.

Willkommen in der Werkstatt der Zukunft

„Wir wollen nicht nur akademische Themen bespielen, sondern die komplette Gesellschaft erreichen“, spricht der wissenschaftliche Leiter des Lucas-Cranach-Campus, Prof. Dr. Tobias Bocklet, von einer neuartigen Verbindung von wissenschaftlicher Lehre, heimischen Unternehmen, Handwerk und Bürgerschaft. Gemeinsam mit den Laboringenieuren, dem Maschinenbauer Martin Haseney und dem Elektriker Fabian Wagner, führte der Professor für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz an der Technischen Hochschule Nürnberg die jungen Leute durch die Räumlichkeiten. Die Schüler staunten nicht schlecht angesichts des vorhandenen großen Maschinenparks mit jeder Menge Werkzeug zur Bearbeitung von Holz, Metall, Kunststoff, für Prototyping, Laserbearbeitung und CNC-Fräsen. Neben einer Textil- sowie Elektronikwerkstatt stellt die Stiftung auch das Equipment eines Media-Labors mit Audio, Video, Aufnahme und Verarbeitung kostenlos zur Verfügung. Insgesamt laden vier voll ausgestattete Labore zum Mitmachen, Mitdenken und Mitgestalten förmlich ein. Genau dies ist auch Intention der Lucas-Cranach-Campus-Stiftung. „Je mehr in den Räumen gearbeitet und experimentiert wird, umso besser“, wünscht sich Prof. Dr. Tobias Bocklet.

„Leider ist der Lucas-Cranach-Campus und seine Bedeutung für den Landkreis noch nicht richtig in den Köpfen der Bevölkerung angekommen“, bedauert Ingo Cesaro, der das Angebot der offenen Werkstatt bereits im März dieses Jahres für den Workshop anlässlich des bundesweiten „Tag der Druckkunst“ nutzte. Dabei erprobten sich an gleicher Stelle - ebenfalls im Seminarraum - Teilnehmer jeden Alters in verschiedenen künstlerischen Drucktechniken. Gleichzeitig bestand auch die Möglichkeit, Beiträge im Postkartenformat für das von ihm - anlässlich des in Kronach gefeierten Cranach-Jahrs 2022 - ausgerufene internationale mail-Art-Projekt zu den Themen „550. Geburtstag von Lucas Cranach d.Ä. und 500 Jahre September-Testament“ zu schneiden und drucken.

Insgesamt erreichten Cesaro zu diesem Projekt über 500 Beiträge aus aller Welt, nachdem er rund 400 Künstler hierzu schriftlich eingeladen hatte. Auch kreative Schüler des Frankenwald-Gymnasiums brachten sich mit rund 20 Arbeiten ein. Zu bestaunen sind 510 der kunstvoll gestalteten Postkarten derzeit im Rahmen der Internationalen „DruckKunstWochen“ in der Alten Markthalle des Historischen Rathauses, wo sie - an Fäden befestigt - von der Decke baumeln. Im Mittelpunkt des noch bis zum Sonntag laufenden Großereignisses stehen die unterschiedlichsten Drucktechniken. Seit dem 19. September fertigen hier im lockeren Wechsel Künstler aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz Holzschnitte im traditionellen Hochdruck, ebenfalls zum Thema des Cranach-Doppeljubiläums. Cesaro freut sich sehr, dass hierzu auch das Gymnasium wieder einige Arbeiten beisteuert, wofür Mirjam Gwosdek derzeit zwei Mal wöchentlich mit verschiedenen Schülergruppen ins FabLab kommt.

Die Gymnasiasten arbeiten dabei mit der Technik der verlorenen Platte. „Verlorene Platte“ bedeutet, dass mit einer einzigen Druckplatte ein mehrfarbiger Druck erstellt wird, und die Platte danach eigentlich unbrauchbar ist. Nach dem Druck einer Farbe wird die Platte weiterbearbeitet und mit der nächsten Farbe gedruckt, wodurch immer mehr von der Druckplatte abgetragen wird und diese dadurch quasi „verloren“ ist.

Die entstehenden Kunstwerke werden ebenfalls in der Alten Markthalle noch bis zum 16. Oktober ausgestellt. Bis zu dem Tag können Interessierte dort täglich, auch noch am Samstag und Sonntag, von 11 Uhr bis 17 Uhr den Künstlern in der offenen Werkstatt über die Schulter schauen und sich unter deren Anleitung selbst im Holzschnitt probieren.

-hs-

Der Europameister-Titel der Robotik-Gruppe „RoboFreaks“ im Rahmen der „First Lego League“ unter der Leitung von Christian Pfadenhauer war sicherlich das Highlight des vergangenen Schuljahres aus Sicht des Frankenwald-Gymnasiums. Doch ein Ausruhen auf den Lorbeeren dieses Erfolgs kommt für diese Tüftlergruppe nicht infrage. Stattdessen wird schon wieder eifrig gebastelt und geforscht. Das Ziel lautet: Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Brasilien!

Dass es dafür neben enorm viel Eigeninitiative und Engagement auch die eine oder andere helfende Hand außerhalb der Schule braucht, hatte auch der heimische Automobilzulieferer, die Firma Valeo, aus Kronach-Neuses frühzeitig erkannt.

Valeo ist weltweit führender Lieferant für Fahrerassistenz-Sensorik, wie etwa Kameras, Laser-Scanner, Ultraschall oder RADAR. Am Forschungs- und Entwicklungsstandort in Kronach-Neuses beschäftigen sich über 100 Entwickler intensiv mit autonomem Fahren. Daher ist man natürlich höchst begeistert von den Leistungen der Gymnasiasten im verwandten Robotik-Bereich und möchte dies unterstützen.

So übergab man im Rahmen des FWG Sommerfestes zwei hochwertige LEGO-Roboter-Sets, um die herausragende Leistung zusätzlich auszuzeichnen. „Wir bei Valeo beobachten das bemerkenswerte Engagement dieser Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse und freuen uns, wenn hier innovative Ideen auf eine ausgeklügelte Technik treffen“, erläuterten Dr. Daniel Fluhr und Michael Schmidt von Valeo.

Immerhin sei es auch Valeo immer ein Anliegen, Nachwuchskräfte im naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern und zu unterstützen. „Wir würden uns sehr freuen, den ein oder anderen als Praktikant, Werkstudent oder späteren Kollegen bei uns in Neuses begrüßen zu können.”

„Die Sets sind mittlerweile fest verbaut und somit im vollen Einsatz!“, freute sich Fabian Fischer-Kilian als Mitglied der „RoboFreaks“ über den zielgerichteten Einsatz des neuen Equipments und somit dieser Spende. Die „RoboFreaks“ sind damit ihrem großen Ziel „WM in Brasilien“ wieder ein kleines Stück nähergekommen.

 

Am 15.09.2022 ging es für 15 Medienscouts und deren Betreuerinnen Frau Bornschlegel und Frau Herrmann an die Universität nach Bayreuth zum ganztägigen Ausbildungstag der Medienscouts Oberfranken.

Hier konnten sie wieder zahlreiche Impulse für die Medienarbeit am FWG mitnehmen: Neben verschiedenen Workshops zum Thema Cypermobbing oder der Gefahren von Sozialen Medien, war sicherlich der Vortag zum Thema „Cypergrooming“ von Julia von Weiler, der Vorsitzenden von „Innocence in Danger“, einem Verein, der sich gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern einsetzt, ein Highlight. Dieses neu gewonnen Wissen können unsere Medienscouts nun ihren Mitschülerinnen und Mitschülern vermitteln und somit einen wichtigen Teil zur Präventionsarbeit im Bereich Medien am FWG leisten.

Organisiert wurde der Ausbildungstag von der Opferhilfe Oberfranken (OHO) unter dem Vorsitz von Alfons Hrubesch. Herzlichen Dank an das Team der OHO für den toll gestalteten Tag und die super Verpflegung unserer Scouts. Ein besonderer Dank geht auch an die Koinor-Stiftung, die das Engagement der Kronacher Medienscouts großzügig unterstützte.

 

Der erste Schultag des neuen Schuljahres ist immer etwas Besonderes – für 101 Schülerinnen und Schüler des FWG traf dies am heutigen Dienstag im besonderen Maße zu. Begleitet von ihren Eltern und Verwandten betraten sie das FWG nämlich zum ersten Mal als Gymnasiasten und werden ab sofort die vier 5. Klassen am FWG bilden. Schulleiter Harald Weichert wünschte zusammen mit den Mitgliedern des Elternbeirats den „Neulingen“ einen guten Start an der neuen Schule. Der Elternbeirat hatte dabei bereits die ersten Geschenke parat: eine Mappe mit dem Logo des Frankenwald-Gymnasiums und eine entsprechende Trinkflasche, die die stolzen Fünftklässler sicherlich über viele Jahre an ihrer Wirkungsstätte einsetzen werden. Kurz darauf fanden sich die „Neu-Gymnasiasten“ erstmals in ihrem neuen Klassenverband ein und wurden hierfür einzeln nach vorne gerufen. Frau Stegner, Frau Bornschlegel, Herr Gernlein und Frau Schultheiß übernehmen in diesem Schuljahr die jeweilige Klassenleitung. Die Fünftklässler durften sich im Verlauf des ersten Schultages unter anderem ein Bild ihrer neuen Schule inner- und außerhalb des Gebäudes machen. Die Eltern nutzten hingegen nach der Begrüßung das Angebot des Elternbeirats, bei einer gemütlichen Kaffeerunde erste Kontakte untereinander zu knüpfen.

Die gesamte Schulfamilie des FWG wünscht den Fünftklässlern eine schnelle Eingewöhnungsphase an der neuen Schule und wie auch allen anderen Schülerinnen und Schülern alles Gute für das anstehende Schuljahr 2022/2023!