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Frankenwald-Gymnasium Kronach

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Davon, dass dieses geflügelte Wort vollumfänglich zutreffend ist durften sich die Französisch Lernenden der 6. Klassen am FWG überzeugen: Bon appétit! hieß es für die ca. 40 Schülerinnen und Schüler, als das Büffet aus französischen Spezialitäten eröffnet wurde, das sie anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags (unterzeichnet am 22. Januar 1963) mit ihren Lehrkräften organisiert hatten. Aus der ursprünglich als Probiertisch geplanten Aktion wurde dank der mitgebrachten selbstgemachten oder gekauften Leckereien ein gigantisches Schlemmerbüffet, das die Sechsklässler und Sechstklässlerinnen Frankreich mit allen Sinnen erleben ließ: Es roch nach frisch gebackenen Crêpes und Käse, eine appetitlich angerichtete Speise neben der nächsten lud das Auge zum Mitessen ein, die knusprige Kruste der Baguettes knackte beim Schneiden, die Madeleines schmiegten sich mit ihrer typischen runden Form in die Hände und dann folgte natürlich noch die eigentliche Geschmacksexplosion im Mund.

Neben süßen und herzhaften Klassikern wie Mousse au chocolat, Quiche Lorraine und Flammkuchen gab es auch weniger bekannte Schmankerl wie Cake salé (ein herzhafter Kuchen, der traditionell zum Apéritif gegessen wird), Cannelés de Bordeaux (kleine Kuchen mit knuspriger Kruste und Puddingkern) und Tarte tatin (karamelisierter Apfelkuchen), die zum Probieren einluden. Sogar an die recht aufwändige Zubereitung der bunten Macarons wagten sich einige Schüler und Schülerinnen. Begleitet wurde das Büffet vom traditionellen ´Sirop à la grenadine´ (Granatapfelsirup) in Wasser und Orangina, einer beliebten französischen Orangenlimonade, deren saftähnliche Konsistenz überraschenderweise selbst hartgesottenen Fruchtfleischhassern schmeckt. Zu jeder mitgebrachten Leckerei recherchierten die Mädchen und Jungen die Herkunft, besondere Geschichten und Essanlass, die sie in einen Steckbrief eintrugen, so dass das Essen nicht nur ausgesprochen "délicieux" war, sondern auch lehrreich.

Bref, ein denkwürdiges Event, von dem die Sechstklässler noch lange schwärmen werden...

Auf die nächsten 60 Jahre deutsch-französische Freundschaft hier am FWG

Im Rahmen des Wirtschaftsinformatikunterrichts fuhren die Klassen 10b und 10c am 17.1.2023 mit Herrn Blinzler, Herrn Weinkamm und Herrn Bönisch nach Bayreuth. Um das aktuelle Unterrichtsthema „Logistik als bereichsübergreifender Prozess“ in der Praxis kennenzulernen, besuchten wir auf Einladung von Standortleiter Andreas Volk das Amazon-Verteilzentrum und die Spedition Wedlich am Standort im Logistikpark.
Bei Amazon wurde uns zuerst im Rahmen einer Präsentation der Ablauf von der Online-Bestellung bis zur Zustellung erläutert. Anschließend erfolgte eine Führung durch das Amazon-Verteilzentrum.
In der benachbarten Spedition Wedlich veranschaulichte uns der Geschäftsführer dann die Arbeitsabläufe in einer modernen Spedition. Insgesamt konnten wir interessante Einblicke in die Bedeutung der Logistik für den Warenverkehr gewinnen.

Text: Leonhard Müller, 10b
Fotos: Jonas Hahn AMAZON, Stefan Blinzler FWG

Seit 2002 visualisiert die vom Akademischen Bildhauer Heinrich Schreiber gestaltete Promenade auf dem Landesgartenschaugelände zentrale Stationen der Stadtgeschichte. 20 Jahre später haben es elf Schülerinnen und Schüler des Frankenwald-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit Rotary Club Kronach geschafft, diesem begehbaren Kunstwerk mit einem eigens dafür produzierten Podcast ein modernes Medium an die Seite zu stellen. Das Resultat begeistert.

Kronach. „Ihr habt die Geschichte Kronachs zum Leben erweckt und somit ein echtes Highlight für Kronach erschaffen!“ Der Kronacher Stadtrat Dr. Ralf Völk sprach in seinem Grußwort anlässlich der Präsentation des „Promenaden-Podcasts“ den zahlreichen Besuchern in der Kronacher Synagoge aus der Seele, als er die monatelange Arbeit von elf Schülerinnen und Schülern des Frankenwald-Gymnasiums würdigte. Unter der Leitung ihrer Lehrkraft Matthias Simon und in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Kronach hatten sie als Mitglieder des P-Seminars „Promenaden-Podcast“ einen Weg gefunden, dem über 20 Jahre alten Kunstwerk auf dem Landesgartenschaugelände ein modernes Medium an die Seite zu stellen: In 29 Folgen erzählt der „Promenaden-Podcast“ Geschichten zur Geschichte Kronachs und lässt so die Entstehung und Entwicklung der Stadt und ihrer Bürger auf vielfältige Weise lebendig werden.

Philipp Hoderlein und Emilia Ziebura nahmen bei ihrer Begrüßung die Anwesenden mit auf die 18 Monate lange Reise des P-Seminars. „Als wir uns bereits am Ende der 10. Klasse für dieses Seminar entschieden hatten, hatten wir noch keine Vorstellung davon, in welche Richtung sich das vom Rotary Club angestoßene Projekt entwickeln würde. Sollte Heinrichs Schreibers begehbarem Kunstwerk ein Flyer, ein Buch oder ein Video zur Seite gestellt werden?“ Dass bei dieser Fragestellung schließlich ein Podcast herauskam, war der Zielausrichtung zu verdanken, auf die sich die Mitglieder in Rücksprache mit dem Rotary Club Kronach verständigt hatten. „Wir wollten ein Medium gestalten, das Erreichbarkeit garantiert und zugleich über einen gewissen Unterhaltungswert die Nähe zum Publikum sucht und findet“, so Emilia Ziebura. Von großer Bedeutung war dabei die Vielfalt der Konzepte, um die Aufmerksamkeit der Hörerinnen und Hörer des 29 Folgen umfassenden Podcasts aufrechtzuerhalten. Den unter den elf Schülerinnen und Schülern aufgeteilten 29 Bronzeplatten Heinrich Schreibers und somit Stationen der Stadtgeschichte lagen somit vielfältige Ideen der Umsetzung in Form von 29 individuellen Drehbüchern zugrunde.

„Neben dem Verfassen des Skripts war es uns ein zentrales Anliegen, Personen aus der unmittelbaren Region zu beteiligen und den Podcast somit zu einem echten Kronacher Projekt zu machen“, erklärte Emilia Ziebura den Umstand, dass das P-Seminar bei der Aufnahme auch einige „Prominente“ einlud, um den in den Drehbüchern auftretenden Personen und Figuren die passende Stimme zu verleihen. Immerhin wirkten so neben Kronach Bürgermeisterin Angela Hofmann und der ehemaligen Kreiskulturreferentin Gisela Lang auch der Schulleiter des Frankenwald-Gymnasiums, Harald Weichert, mit.

Das dabei entstandene Repertoire an Podcast-Folgen reicht von fiktiven Erzählungen, anschaulichen Zeitreisen und Gesprächen bis hin zu aktuellen Interviews mit Zeitzeugen. Dass bei allem Unterhaltungswert die geschichtlichen Fakten nicht zu kurz kamen, wurde durch die Unterstützung und die inhaltliche Begleitung des Projekts durch den Diplom-Museologen Alexander Süß garantiert.

Anhand von fünf ausgewählten Podcast-Folgen erhielten die Anwesenden einen kleinen Einblick in das beeindruckende Endergebnis, dessen technische Umsetzung zwei Monate intensiver Arbeit des Aufnehmens und des Schneidens bedurfte.

In der ersten Folge geht es beispielsweise um die Heunischenburg. „Hierbei hatte ich mir einen Dialog zwischen einem Großvater und seinem Enkelkind ausgedacht, die die mittlerweile zur Ruine zerfallene Burg besuchen. Aufgrund der zahlreichen Fragen der Enkelin kommt es am Ende zu einer kleinen Zeitreise, in der man der letzten Schlacht der Burg hautnah beiwohnen kann“, erklärte „Drehbuchautorin“ Emilia. Wenig später zauberte der entsprechende Podcast dank der eingesprochenen Dialoge und der passenden Hintergrundgeräusche dieses geschichtliche Ereignis in die Kronacher Synagoge.

Einen ganz anderen Zugang hatte Elena Kuhnlein bei der Bearbeitung der Bronzetafel „Kindergärten in Kronach“ gewählt. „Mir war es wichtig, die Jüngsten der Stadt zu Wort kommen zu lassen. Deshalb nahm ich ein Interview mit acht Kindern des Rosenberg-Kindergartens und der Leiterin Birgit Kestel auf, das die Vorstellung der heutigen Generation an die 1903 eröffnete „Kinderbewahrungsanstalt“ in Kronach im Blick hat“, so die Schülerin der Q12, die sich anhand der Reaktionen des Publikums auf ihren Podcast sicher sein konnte, genau den richtigen Zugang gewählt zu haben.

„Ich bin sehr beeindruckt vom Inhalt und der Umsetzung des Podcasts und darf euch unseren Respekt und unsere Anerkennung für dieses beeindruckende Ergebnis aussprechen“, lobte Dr. Mechthild Straub im Namen des Rotary Clubs Kronach die Leistung des P-Seminars. Immerhin hatten die „Rotarier“ bereits Heinrich Schreibers Kunstprojekt im Jahr 2002 finanziert und unterstützten nun auch ideell wie finanziell die Umsetzung des Projekts „Promenaden-Podcast“. „Ihr habt die Dimension des Visuellen dieses so markanten Kronacher Wahrzeichens eindrucksvoll erweitert und somit eure Spuren im öffentlichen Raum eurer Heimat hinterlassen“, würdigte auch Schulleiter Harald Weichert den kreativen und zeitintensiven Einsatz seiner Schülerinnen und Schüler.

Im direkten Anschluss an die Präsentation bildete sich eine lange Schlange vor der Informationstafel, die das P-Seminar ebenfalls gestaltet hatte und die zeitnah auf dem Landesgartenschaugelände installiert werden soll. Hier ist nämlich auch der QR-Code hinterlegt, mit dem man die 29 Folgen auf das eigene Handy laden kann. Die Reaktion darauf fiel bei Jung und Alt gleichermaßen begeistert aus. „Ich bin mir sicher, dass ich mir die Stadtgeschichtspromenade im LGS-Gelände in den nächsten Tagen mal genauer anschauen werde“, war sich beispielsweise Julis Barnickel aus der 7. Klasse des FWG nach der ersten Hörprobe sicher.

Einen würdigen Rahmen erhielt die Veranstaltung durch die Ausgestaltung mit Musik und Gesang, für die sich Laura Tönnesmann, Clara Seubert und Eva Wich verantwortlich zeigten.

-mts-

Spätestens als der Gast aus Berlin seinen großen, gelben Kanister auf das Lehrerpult stellt, darf er sich der Aufmerksamkeit der gesamten 6. Klassen des Frankenwald-Gymnasiums sicher sein. „Wer von euch traut sich zu, diesen Wasserkanister hochzuheben?“ Vor allem die Jungs lassen sich nicht zweimal bitten, müssen aber wenig später resignierend feststellen „Mann, ist der schwer!“

Hintergrund dieser etwas anderen Kraftprobe war der Besuch von Dirk Kasten. Der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung „Menschen für Menschen“ stattete vor kurzem der Unterstufe des Frankenwald-Gymnasiums einen Besuch ab. Grund hierfür war das herausragende Engagement der 5. bis 7. Klassen des vergangenen Schuljahres. Denn in der größten Sommerhitze hatten sich damals im Juli die Schülerinnen und Schüler auf den Weg gemacht, um mit jeder gelaufenen Streckenrunde auf dem Gelände des Schulzentrums einen Spendenbeitrag eines vorher gewonnenen Sponsoren zu „erlaufen“. „Dank eures tollen Einsatzes sind unglaubliche 5598 Euro zusammengekommen, die nun einem Entwicklungsprogramm in Äthiopien zu Gute kommen werden“, freute sich der Berliner Dirk Kasten, der sich nicht nur vor dem Hintergrund dieser gewaltigen Summe gerne auf den Weg von Berlin in den Frankenwald gemacht hatte.

Um den Jugendlichen den zielgerichteten Einsatz der Spendengelder zu erläutern, hatte Dirk Kasten neben viel Zeit und zahlreichen Antworten auch jenen gelben Wasserkanister nach Kronach gebracht. „Diesen 20 Kilo schweren Wasserkanister müssen in Äthiopien achtjährige Mädchen über mehrere Kilometer schleppen, damit sie ihre Familien mit Wasser versorgen können“, berichtete Dirk Kasten den sichtlich betroffenen Sechstklässlern des FWG, die nun vor der anfänglichen „Kraftprobe“ noch mehr Ehrfurcht hatten.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich enorm aufgeschlossen für alle Themen, die der Gast aus Berlin im Rahmen seiner Präsentation ansprach, sei es die Wasserversorgung, Bildung, Aufforstung oder Ernährung in einem der ärmsten Gebiete der Welt. „Es war erstaunlich, wie der Referent selbst jede Detailfrage beantworten und damit den Wissensdurst der Klasse stillen konnte“, zeigte sich auch Oberstudienrätin Sylvia Hanke begeistert. Sie hatte, wie in den Jahren zuvor, den Sponsorenlauf am FWG organisiert. Den Scheck in Höhe von knapp 5600 Euro überreichte die 6a und somit die Klasse, die mit 206 gelaufenen Runden absoluter Spitzenreiter gewesen war. Dirk Kasten betonte, wie wichtig das Engagement des FWG sowie weiterer Schulen in Deutschland für die Projekte in Äthiopien sei und erklärte, dass mit der Spendensumme die Wiederaufforstung vorangetrieben werde. „Mit euren Spendengeldern können immerhin fast sechs Hektar Bäume in Äthiopien gepflanzt werden“ so der Vertreter von „Menschen für Menschen“.

Trotz der Corona-bedingten Einschränkungen hatten sich sowohl 2020 als auch 2021 viele freiwillige Läuferinnen und Läufer aller Jahrgangsstufen des FWG freiwillig auf den Weg gemacht, um auf einer selbst gewählten Strecke, zu Fuß, mit dem Rad oder sogar schwimmend einen Beitrag für die Äthiopienhilfe leisten zu können. „Damit konnte im letzten Jahr beispielsweise ein Brunnenbauprojekt in Äthiopien unterstützt werden“, blickte Organisationsleiterin Sylvia Hanke zufrieden auf das Engagement der FWGler in den letzten Jahren zurück, verbunden mit der Gewissheit, dass sich zumindest die anwesenden Sechstklässler auch 2023 wieder mit viel Motivation auf die Strecke für den guten Zweck machen werden.

-mts-

Schnell muss es gehen: WhatsApp, SMS oder E-Mails zu verschicken, das ist Alltag. Einen Brief zu bekommen – per Post, handgeschrieben und auf schönem Papier, ist fast schon ein Geschenk. Dieses Geschenk machten zu Weihnachten 16 motivierte SchülerInnen der Klassen 9a und 9b ihren BrieffreundInnen in Hennebont, Kronachs französischer Partnerstadt.

Auch in diesem Schuljahr 22/23 startete eine Brieffreundschaft zwischen NeuntklässlerInnen unseres Gymnasiums und SchülerInnen der Seconde (entspricht der 10. Jahrgangsstufe) unserer französischen Partnerschule Lycée Victor Hugo im bretonischen Hennebont im Nordwesten Frankreichs.

Der Austausch zwischen den beiden Schülergruppen, der zunächst auf analogen Kanälen begann, wird bald auch auf digitale Kanäle ausgeweitet. Warum sich nicht die technologischen Möglichkeiten zu Nutze machen und sich zu einem virtuellen Meeting verabreden?

Neben dem rein sprachlichen Aspekt leistet dieses Projekt auch einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung unserer SchülerInnen. Die SchülerInnen erkennen kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede, entwickeln Interesse und Offenheit, gegenseitigen Respekt und Toleranz. Sie lernen voneinander und miteinander. Nicht zuletzt bietet dieser Briefkontakt die Möglichkeit, spätere Realbegegnungen mit Menschen unseres Nachbarlandes anzubahnen und Freunde fürs Leben zu finden.

Durchführbar ist dieses Projekt natürlich nur dank der Menschen, die daran mitwirken. Daher möchte ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bei unseren SchülerInnen bedanken, die sich diesem Projekt gegenüber von Anfang an aufgeschlossen zeigten und bei Herrn Yann Kervoas, der seinerseits den Briefaustausch von französischer Seite betreut.

Chers correspondants, chères correpondantes, on attend vos réponses avec impatience! A plus!

(Christina Kastner)

 

Es war ein Abend der Klassiker, mit dem das Frankenwald-Gymnasium Kronach die alte Tradition des Weihnachtskonzertes wiederaufleben ließ – an neuem Ort, mit neuen Akteuren und doch auf dem gewohnt hohen Niveau. Das Publikum im fast vollbesetzten Kreiskulturraum dankte den Akteuren am Ende mit „Standing Ovations“.

„Ich habe mich seit Wochen auf diesen Abend gefreut“, machte Schulleiter Harald Weichert aus seiner Gefühlslage gleich zu Beginn des Konzertes kein Geheimnis. Dass dieses Konzert in dieser Aufmachung und trotz der vielen widrigen Umstände stattfinden kann, sei keine Selbstverständlichkeit, so der Schulleiter. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause musste der Neustart in den Chören und Ensembles erst einmal gemeistert werden. Dass diese „Zeitenwende“ bei den Akteuren eindrucksvoll gelungen ist, bewiesen die vielen neuen Akteure auf der Bühne, die, unterstützt von einigen erfahrenen Schülern, den Abend zu einem musikalischen Erlebnis machten.

Mit dem vom Technikbalkon gesungenen Andachtsjodler stimmten die Verantwortlichen der Fachschaft Musik, Sarah Claßen, Agnes Knorr und Christiane Stömer-Rauh den dunklen Saal auf einen abwechslungsreichen Abend ein. Die Überschrift dazu setzten die Adventsbläser, die schon in den Wochen zuvor die Schulfamilie musikalisch eingestimmt hatten: „It´s the most wonderful time of the year“! Immerhin sieben Schülerinnen und ein Schüler der Unterstufe wagten mutig den Neustart des Unterstufenchores, stimmkräftig unterstützt von drei Mitgliedern des großen Chores. Sauber intonierend zeigten sie, dass sie sich auch vor den mehrstimmigen Chorsätzen nicht scheuten, die ihre Leiterin ausgesucht hatte.

Die Titelmelodie aus dem Weihnachtsklassiker schlechthin brachte Anneliese Kästner am Flügel auf die Bühne. Spätestens jetzt, bei „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, war die weihnachtliche Stimmung auch im letzten Winkel des Kulturraumes zu spüren. Mit den „Christmas-Kids“ brachte ein Bläserquartett, harmonisch vom Flügel unterstützt, zwei weitere Weihnachtsklassiker zu Gehör, bevor Alina Gödel den Platz am Flügel einnahm. Mit „A spaceman came travelling“ hatte die zukünftige Abiturientin zunächst einen großen Titel des irischen Songpoeten Chris de Burgh ausgesucht, den sie ebenso wie „Jingle Bells“ und den Wham-Hit „Last Christmas“ mit großem musikalischem Einfühlungsvermögen präsentierte.

Drei weitere zukünftige Abiturientinnen bereicherten als Bläsertrio mit „Dany Boy“ und dem „Adventsjodler“ das Programm ihres letzten Weihnachtskonzertes. Auch Hannah Kelle, Michelle Suffa und Zoe Stadter werden dann vielleicht, so wie viele andere Anwesende, im nächsten Jahr als Ehemalige wiederkommen. Zurück auf der Bühne war auch Vivienne Hofmann, die mit „Winter Wonderland“ und dem Lennon-Hit „Happy XMas“ zwei weitere Klassiker präsentierte. Begleitet von Anneliese Kästner am Flügel zeigte sie einmal mehr die große Entwicklung, die ihre Stimme in den letzten Jahren genommen hat. Zahlenmäßig deutlich dezimiert betrat schließlich der Mittel- und Oberstufenchor die Bühne, was der Qualität des Auftritts aber keinen Abbruch tat. Christiane Stömer-Rauh hatte mit ihren vielen neuen Sängern an Text und Melodie gefeilt. Mit „Was nie ein Auge gesehen“ und „XMasTime“ bewies sie einmal mehr ihre Fähigkeit, auch in wenigen Proben ein harmonisch klingendes Ensemble zu formen.

In die größten Fußstapfen musste wohl Agnes Knorr als neuer Kopf der FWG-BigBand treten, nachdem ihr Vorgänger die Schule verlassen hatte. Dass der Generationswechsel bei Leitung und Ensemble geklappt hat, daran zweifelte nach „Rockin´ around the Christmas tree“ und einer sehr jazzigen Version des lateinischen Klassikers „Adeste fideles“ niemand mehr im Saal. Großer, langanhaltender und dankbarer Beifall waren der Lohn für alle Aktiven, die wieder ein Stückchen mehr Normalität zurück in die Schule und auf die Bühne gebracht hatten. Mit warmen Kuscheldecken und einen Glühwein für die Stimme bedankten sich die Mitwirkenden bei den drei Leiterinnen, bevor das Konzert nach alter Tradition mit einem gemeinsam gesungenen Lied ausklang.