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Frankenwald-Gymnasium Kronach

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Rund ums FWG

News am FWG

Am 11. Juli war es wieder so weit, der Tag der Begabtenförderung auf Kloster Banz stand an - das FWG reiste übrigens gleich mit ganzen acht Teilnehmerinnen an. Wie immer umfasste der Tag zuerst einen Vortrag für alle, anders als in den letzten Jahren war der Vortrag diesmal deutlich interaktiver. Der jüngste Bürgermeister Bayerns, Kristan von Waldenfels, war nämlich als Gast geladen. Er hielt nicht nur einfach einen Monolog vor den Schülern, sondern ging mit diesen in die Diskussion und stellte sich ihren kritischen Fragen. Er stand Rede und Antwort zu Themen wie dem Versagen des Bildungssystems, Migration und Bürgergeld.

Anschließend folgten die Work-Shops in Kleingruppen. Hier ging es viel um Künstliche Intelligenz, so wurde unter anderem der Roboter NAO vorgestellt oder mit Scratch programmiert.

Hannah Holzmann

Hinweis auf das Schulfest des Frankenwald-Gymnasiums am Freitag, 19.07.2024

Mit dem Schulfest am Freitag, den 19. Juli, erwartet die Schulfamilie des Frankenwald-Gymnasiums sowie dessen Gäste ein echter Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Schule. Immerhin bietet das Schulfest die Möglichkeit, abseits von allem Unterrichtsgeschehen und am Ende eines Schuljahres Kontakte zu knüpfen und Gemeinschaft zu erleben. Das Schulfest beginnt am Freitag für alle Gäste um 15 Uhr und bietet ein rundum buntes Programm. Ein inhaltlicher Schwerpunkt sind in diesem Jahr die Präsentationen rund um die Projektwoche der 9. Klassen unter dem Motto „FWG goes Handwerk 2.0“. Hierbei werden die Schülerinnen und Schüler zusammen mit den externen Partnern aus dem heimischen Handwerk sowohl den Projektprozess als auch die in der laufenden Woche gemeinsam erstellten Produkte präsentieren. Diese reichen vom „kernsanierten“ Klassenzimmer über getöpferte Waren bis hin zur „Deluxe“-Bartwurstbude.  Ein weiterer Höhepunkt ist der Auftritt der Schülerband sowie die Aktion der 8. Klassen in Zusammenarbeit mit den „MutMachern“, an deren Ende eine Spendenübergabe an die Caritas stehen wird. Zudem gibt es eine Ausstellung der Fachschaft Kunst im Untergeschoss des Flachklassentrakts und diverse Aktionen der einzelnen Klassen, die auf dem gesamten Schulgelände verteilt sind. Der Elternbeirat lädt zur Espresso-Bar im unteren Bereich des Sonnenhofs der Schule ein. Das offizielle Ende des Schulfestes ist um 18 Uhr. Das Schulfest richtet sich auch an diesem Jahr an Eltern, Verwandte und Freunde der Schülerinnen und Schüler, aber auch an alle anderen Freunde und „Ehemaligen“ des FWG.

 

 

Am vergangenen Freitag wurden in einem feierlichen Rahmen die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten des Frankenwald-Gymnasiums verabschiedet. Hierzu hatten sich neben den 67 Absolventinnen und Absolventen auch deren Familien, zahlreiche Mitglieder der Schulfamilie sowie Ehrengäste in der Kirche St. Georg in Friesen eingefunden. Nach dem beeindruckenden und von Matthias Simon und Katharina Gödel gestalteten Gottesdienst übermittelten neben der Schulleitung auch Marie-Therese Wunder-Barnickel als Stellvertreterin des Landrats, Kronach Erste Bürgermeisterin Angela Hofmann sowie Vertreterinnen und Vertreter des Elternbeirats und des Vereins der Freunde des FWG ihre Glückwünsche. Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung der Abiturzeugnisse, mit denen den 67 Abiturientinnen und Abiturienten alle Türen für den weiteren Lebensweg offenstehen. Gewürdigt wurde dabei auch die Leistung Miriam Ginevrinos, die mit einem Schnitt von 1,00 den Jahrgang anführte. Insgesamt hatte fast ein Drittel eine 1 vor dem Komma. Beim anschließenden Sektempfang wurde ausgiebig die Gelegenheit genutzt, zusammen mit den versammelten Lehrkräften auf die gemeinsame Zeit zurückzublicken und zugleich Verabredungen für ein Wiedersehen am FWG zu treffen.

Wer etwas aus sich machen will, kann das auch schaffen, wenn man nur möchte. So heißt es zumindest oft. Doch entspricht dies auch der Wahrheit? Hängt der eigene Erfolg wirklich nur von der eigenen Anstrengung ab oder ist das vielleicht doch etwas zu einfach und idealistisch gedacht?

Tatsächlich besteht in Deutschland ein starker Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Status und schulischer Leistung. Ganz konkret heißt das beispielsweise, dass Kinder aus der Oberschicht eine vier mal höhere Chance haben, eine Gymnasialempfehlung zu erhalten. Deutschland gehört unter den verglichenen Ländern zu den ungerechtesten - sogar noch hinter Russland, Qatar und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Besonders die Grundschulen gelten als Stiefkinder des Bildungssystems, was fatal ist, denn eigentlich sind nicht die letzten, sondern die ersten Schuljahre die wichtigsten.

Und genau an dieser Stelle möchte der Begabtenkurs des Frankenwald-Gymnasiums in Kronach ansetzen. Durch ihre Teilnahme am YES! (Young Economic Solutions), einem Wettbewerb zu aktuellen Herausforderungen aus Wirtschaft und Gesellschaft unter der Obhut des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, kamen die sechs Schülerinnen der 9. und 10. Klasse und ihre betreuende Lehrkraft, Herr Blinzler, dazu, sich dem Thema der Bildungs(un)gerechtigkeit zu widmen. Da es darum geht, Lösungen für ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Probleme zu entwickeln, machte sich das Team sogleich an die Arbeit und rief „Bettys Bildungspatenschaft: Building Bonds, Shaping Futures“ ins Leben. Die Idee ist es, die Konzepte von Nachhilfe und Patenschaft zu vereinen. So soll vor allem benachteiligten Kindern geholfen werden, die gleichen Chancen wie ihre vom Schicksal begünstigteren Altersgenossen zu haben. Die Lernpaten sind nicht nur dazu da, ihren Schützlingen den Schulstoff intensiver zu vermitteln, sie sollen ihnen auch als Vertrauensperson zur Seite stehen und sie auf persönlicher Ebene unterstützen. Die Kommunikation würde über eine App erfolgen, mit welcher die Grundschüler mittels des Maskottchens, dem Schaf „Bildungs-Betty“, vertraut gemacht werden.

Um ihre Ideen in die Tat umsetzen zu können, nahm der Begabtenkurs Kontakt mit der Grundschule in Wallenfels auf, welche sich sogleich begeistert von dem Programm zeigte. Schon nach kurzer Zeit fand das erste Kennenlerntreffen der Lernpaten und ihrer zukünftigen Mündel statt. Bei den Kindern kam die Idee eines persönlichen Mentoren sehr gut an und das Interesse war ebenso groß.

Die Teilnehmerinnen des Begabtenkurses fiebern bereits der Vorstellung ihres Konzepts beim Regionalfinale Süd-Ost am 02. Juli 2024 in München entgegen und hoffen auf den Einzug in das Bundesfinale in Hamburg. Sollte das Team aus dem Frankenwald auch dort überzeugen können, dürften sie sich auf die Preisverleihung in Berlin freuen. Die Schülerinnen sind jedenfalls äußerst motiviert und die Vorbereitungen darauf laufen schon auf Hochtouren!

Hannah Holzmann

Im Rahmen des P-Seminars Betriebserkundung besuchten 14 Schüler unter der Leitung von Stefan Blinzler am Vormittag des 14.05.2024 die Polizeiinspektion in Coburg.

Dort wurden sie von Herrn Lach, einem Kriminalhauptkommissar in Empfang genommen und durch den Alltag eines Kriminalpolizisten geführt. Es wurden nicht nur grundlegende Informationen über die Kriminalpolizei Coburg geklärt, die Gruppe bekam auch Einblick in einen Fall des K4 – des Kriminal-Kommissariats für Rauschgiftkriminalität und konnte sich dem Verbrechen auf der Spur fühlen.

Ebenfalls konnten die Schüler voneinander Fingerabdrücke nehmen und somit Einblick in die fortschrittliche Technologie, welche in Coburg Anwendung findet, bekommen. Anschließend konnten sie die Gewahrsamszellen der Inspektion hautnah erleben und im Anschluss ein Polizei-Auto unter die Lupe nehmen.

Zuletzt ergab sich die Gelegenheit, eine Uniform eines Bereitschaftspolizisten inklusive Weste, Helm, Beinprotektoren und Schlagstock anzuziehen.

Insgesamt gab diese Betriebserkundung einen guten Einblick in den Alltag eines Kriminalpolizisten, in die Anpassung der Polizei an die heutige Zeit und in einen so wichtigen Beruf mit viel Verantwortung.

Emily Pötzinger, Q11

Bericht von Phil Böger

Kronach/Bamberg Was für eine Freude! Die Jungs strahlen über das ganze Gesicht. Dank einer hervorragenden Mannschaftsleistung sind die Schüler des Frankenwald-Gymnasiums Oberfränkischer Meister geworden. Flo Schneider bringt es auf den Punkt: „Wir haben als Team zusammengehalten und auch brenzliche Phasen gut gemeistert“. Der zweikampfstarke Innenverteidiger ist zu Recht stolz.

Denn es war schon ein hartes Stück Arbeit für diese ehrgeizige Kronacher Fußball-Mannschaft der Wettkampfklasse 3, die nur aus Schülern der 7. und 8. Klasse bestand und mit einem Sechstklässler verstärkt wurde. Aus den Kindern der Jahrgängen 2010 bis 2012 formte Sportlehrer Sebastian Buga eine schlagkräftige Truppe, der es am Donnerstagvormittag tatsächlich gelang, das gut besetzte Turnier um den begehrten Bezirksmeistertitel zu gewinnen.

Im Fuchspark-Stadion - also dort, wo der FC Eintracht Bamberg seine Regionalligaspiele austrägt, gelang den Kickern aus dem Frankenwald der große Wurf: Im Finale besiegte die Buga-Elf ihre Altersgenossen von der Realschule Wunsiedel mit 3:1. Der Lohn: Oberfränkischer Meister, Goldmedaillen und die Qualifikation für die Nordbayerische Meisterschaft. Diese soll noch Ende diesen Monats auf dem Schulsportgelände in Kronach stattfinden.

„Ja, wir haben mit dem Turniersieg in Bamberg die Nordbayerische nach Kronach geholt. Das ist natürlich eine große Ehre für uns. Darauf freuen sich die Jungs riesig. Wir müssen jetzt auch gleich schnellstens in die Planungen gehen“, erklärt Übungsleiter Buga, der voll des Lobes über sein Team ist: „Die Jungs haben alles reingehauen und füreinander eingestanden. So wie man sich das wünscht. Das war wirklich toller Teamgeist“, schwärmt der Sport- und Mathematiklehrer. Bei der Nordbayerischen Meisterschaft kommt es dann zum Kräftemessen mit den drei Schulsiegern aus Unter- und Mittelfranken sowie der Oberpfalz.

Dabei war der Weg bis zur Oberfränkischen in Bamberg gar nicht so einfach. Die Konkurrenz war durchaus groß. Im Kreisentscheid mit den anderen Kronacher Schulen ging es nämlich ziemlich knapp zu. Die Spiele gegen das KZG, gegen die beiden Realschulen und gegen das Team der Mittelschule standen öfters auf Messerschneide. Doch letztlich setzte sich das Frankenwald-Gymnasium knapp durch und löste das Ticket für den Regionalentscheid. Dabei trafen die Kronacher auf die Vertretungen des Ernestinum Gymnasium Coburg und auf das Team der Realschule Burgkunstadt. Diese beiden Spiele wurden sogar sehr souverän und klar gewonnen – der Weg nach Bamberg zum Finale war damit frei.

Gemeinsam mit ihrem Lehrer starteten die 12-, 13- und 14-Jährigen am Donnerstagfrüh mit der Bahn dann in die Domstadt. Ein wenig Anspannung sei bei den Jungs schon zu spüren gewesen, meint Sebastian Buga, „doch wir hatten ja nichts zu verlieren, denn schon alleine die Teilnahme an der Endrunde der Oberfränkischen Meisterschaft war für uns alle ein tolle Sache“. Insgeheim rechnete sich der Sportlehrer allerdings schon etwas aus, denn er wusste um die Qualität seiner Mannschaft.

Druck wollte er bewusst keinen aufbauen und großartige taktische Vorgaben gab es in Bamberg auch nicht, seine Schüler sollten dieses Turnier einfach nur genießen und vor allem Spaß haben. Doch die Schüler des Frankenwald-Gymnasiums sind für ihren ausgesprochenen Ehrgeiz bekannt und verblüfften selbst ihren Lehrer: „Das war fantastisch mit anzusehen, wie einer für den anderen gekämpft hat. Sie wollten unbedingt den Sieg und haben sich am Ende tatsächlich auch damit belohnt“, freut sich Buga.

Bevor es dem mit großer Spannung erwarteten Finale gegen die Realschule aus Wunsiedel kam, musste im Halbfinale das Grafmünster Gymnasium Bayreuth ausgeschaltet werden. Die Partie war an Spannung kaum zu überbieten: „Die kamen häufig durch unser Mittelfeld und waren dann in Überzahl, doch wir haben es immer wieder gut wegverteidigt“, erinnert sich Flo Schneider, der gemeinsam mit Josua Bauer ein bärenstarkes Innenverteidiger-Duo stellte. Die beiden waren in der Abwehr wie der Fels in der Brandung. Mit „hartem, aber gesunden Körpereinsatz im Grenzbereich, aber jederzeit fair und legitim“, schmunzelt Buga, haben sie viele gefährliche Situationen gemeistert. Die Partie endete letztlich mit einem knappen 2:1-Sieg – der Jubel bei denen in Grün und Weiß spielenden Kronacher war natürlich groß.

Und „groß“ war dann auch die Leistung im Finale gegen die Realschule Wunsiedel, das sich zuvor erst im Elfmeterschießen gegen die gastgebenden Bamberger durchgesetzt hatten. Die Kronacher waren im Endspiel von Beginn an das bessere Team, hatten ein klares Chancenplus und auch das nötige Glück bei einem Pfostentreffer des Gegners. Dem Führungstreffer ging einer der schönsten Spielzüge voraus, den letztlich Toni Burger erfolgreich abschloss. Das 2:0 markierte Eliah Richter und nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Wunsiedler machte Silas Baierlieb mit einem Abstauber zum 3:1 für das Kronacher Gymnasium den Deckel drauf.

Jetzt ist die Vorfreude auf das Heimturnier natürlich groß am Frankenwald-Gymnasium. Und chancenlos werden die hochmotivierten Gastgeber sicher auch dann nicht sein, zumal mit Moritz Volk, der noch in Bamberg krankheitsbedingt passen musste, einer der besten Spieler ins Team zurückkehrt. Aber unnötigen Erfolgsdruck will an der Schule deshalb keiner aufbauen. Der engagierte Lehrer verspricht, dass er seine Jungs auch dann wieder ganz nach dem kaiserlichen Moto: „Geht’s raus und spielt‘s Fußball“ auf den Platz schicken wird. Schließlich sollen alle Spaß haben.