Das Ende einer Ära

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Eine von Herzen kommende und somit ungemein persönliche Verabschiedung in den verdienten Ruhestand wurde Bernhard Geiger Ende Februar zuteil. Die Herzlichkeit, die er und seine Frau Beate dabei erfuhren, spiegelten auf beeindruckende Art und Weise wider, welche Spuren die beiden Geigers in der nahezu drei Jahrzehnte umfassenden Zeit ihres Wirkens als Hausmeister beziehungsweise als Leiterin des Pausenverkaufs hinterlassen hatten. Immerhin fanden sich am 23. Februar unter den zahlreichen Gästen auch vier Schulleitungen des FWG in der Pausenhalle ein. Neben Harald Weichert zählte hierzu sein Vorgänger Dr. Klaus Morsch wie auch dessen Vorgängerin beziehungsweise Vorgänger,  Ursula Fritzsche und Hubert Wicklein. Hinzu kamen deren Stellvertreter und Mitarbeiter im Direktorat: Armin Grötzner, Johann Püttner, Wolfgang Simon und Christoph Först. Allein diese beispiellose „Dichte“ an Schulleitungen machte deutlich, dass an diesem Tag nicht „nur“ ein Hausmeister-Ehepaar, sondern eine echte Institution der FWG-Schulfamilie verabschiedet wurde.

 
Dies unterstrichen auch die Grußworte zum Abschied der beiden Geigers: Harald Weichert, Ursula Fitzsche, Thomas Mattes für den Elternbeirat, Felix Reif (SMV), Rafael Zwosta (Verein der Freunde) und Thomas Stadelmann als Vertreter des Kollegiums fanden sehr persönliche Worte, die allesamt die große Wertschätzung der Schulfamilie gegenüber Bernhard und Beate Geiger offenbarten. Neben Bernard Geigers unumstrittener fachlicher Kompetenz wurden seine entschlossene und jederzeit vordenkende Art des Anpackens und allem voran seine große Menschlichkeit betont. Welche wert(e)vollen Spuren die beiden Geigers dabei bei Generationen von Schülerinnen und Schüler hinterlassen hatten, machten die persönlichen Worte von Maria Pfadenhauer und Emma Huth deutlich. Vor ihrem Abitur am FWG hatten sie Jahre lang immer wieder beim Pausenverkauf ausgeholfen: „Was wir von euch beiden an Herzlichkeit erfahren haben, hat uns für unseren weiteren Lebensweg entscheidend geprägt“, erklärte Maria Pfadenhauer und sprach damit allen Anwesenden aus der Seele.
Die große Dankbarkeit gegenüber dem Ehepaar Geiger spiegelte sich auch in der musikalischen Ausgestaltung der Feierstunde. Neben der aktuellen Big Band (Leitung: Agnes Knorr) und dem Großen Chor (Leitung: Christiane Stömer-Rauh) sowie dem Lehrerchor (Leitung: Christiane Stömer-Rauh) hatten sich am Freitagvormittag auch die „All Stars“ der Big Band und somit eine Vielzahl an ehemaligen „FWGlern“ an ihrer Schule eingefunden, um auch musikalisch Abschied von den Geigers zu nehmen. Dass sie sich dabei, wie auch ihr Leiter und ehemaliger FWG-Musiklehrer Ralf Probst, für den Freitagvormittag „freischaufeln“ mussten, war für alle Beteiligten „reine Ehrensache“.

Denkwürdig wurde es dann, als Bernhard Geiger zum Abschluss selbst das Wort ergriff: „Gute Nacht Freunde, es wird Zeit für mich zu gehen. Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Stehen“, erläuterte Bernhard Geiger stilecht und griff dabei die Worte aus Reinhard Meys bekannten Lied „Gute Nacht, Freunde“ entsprechend eindringlich auf. Zudem hatte er noch einige Anekdoten aus seiner langen Dienstzeit parat - darunter auch die letztendlich erfolgreichen „Anheuerungsversuche“ durch Schulleiter Hubert Wicklein vor 28 Jahren. Der „letzte Tanz“ gehörte dann aber seiner Frau, indem die beiden Geigers in der Pausenhalle unter den stehenden Ovationen der Gäste und ihrer drei Kinder leichtfüßig das Schulgebäude verließen - um aber direkt wieder umzukehren. Denn immerhin stand nach dem offiziellen Teil noch das gemütliche Beisammensein im Mittelpunkt, das alle Anwesenden dazu nutzten, sich persönlich von Beate und Bernhard zu verabschieden. Und relativ zügig wurde somit aus einer Vormittags- eine Abendveranstaltung am FWG.
 

Sechs Tage später und somit am 29. Februar 2024 stand dann der endgültige letzte Arbeitstag für Bernhard Geiger an. Die Übergabe des „Staffelstabs“ an seinen Nachfolger Jürgen Schreiber erfolgte dabei erneut stilecht: Symbolisch entfernte Bernhard Geiger nach 28 Jahren Dienst das Namensschild an seiner „Büro-Tür“, um im direkten Anschluss das Namensschild seines Nachfolgers zu platzieren.
Das gesamte FWG freut sich ab jetzt, die beiden Geigers vor allem bei Schulveranstaltungen der geselligen Art wieder begrüßen zu dürfen - denn „wenn man geht, dann geht man niemals so ganz.“
 
 

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