Der persönliche Eindruck zählt... 

 

„Bleibt die, die ihr seid! - Nur vielleicht ein klein bisschen weniger cool.“ Diesen Rat gab es von den Bewerbungsprofis der Sparkasse Kulmbach-Kronach  im P-Seminar Datenschutz und Internetsicherheit.  Der ehemalige FWGler Sven Hammer und seine Kollegin Simone Baumgartner waren der Einladung der Kursleiterin Frau Scheler-Eckstein gefolgt und gaben am 27.03. den Kursteilnehmern einen Einblick in die Realität der Bewerbungs- und Auswahlverfahren.

Von der Wahl des richtigen Bewerbungsformats, über das Bestehen eines Auswahltests bis hin zum persönlichem Eindruck in Assessment-Center und Bewerbungsgespräch gab es einen Rundumschlag in Sachen Bewerbung und erster Eindruck.

„Uns sind die Schriftgröße und das Einhalten einer DIN-Norm in einer klassischen Bewerbung weniger wichtig, als die persönliche Note und der stimmige Gesamteindruck eines Bewerbers,“  so das Resümee des Personalreferenten Sven Hammer, der als ehemaliger Schüler des FWG auch gleich aus seiner Abiturzeit plauderte und sich damit der Aufmerksamkeit des Seminars sicher sein konnte.

Außerdem gab Simone Baumgartner, die Ausbildungsleiterin der Sparkasse Kulmbach- Kronach zu bedenken, „dass es immer gut ist, wenn man zu einer Bewerbung schon mal ein Gesicht vor Augen hat. Praktika, ein persönliches Gespräch auf einer Ausbildungsmesse oder auch Angebote zum Tag der offenen Tür in einem Unternehmen helfen da sehr weiter. Nutzt diese Möglichkeiten und trainiert so auch gleich den höflichen, aber selbstbewussten Umgang mit einem möglichen zukünftigen Arbeitgeber.“ Auch besondere Zertifikate, etwa aus einem Rhetorikkurs oder spezifischen Praktika seien hilfreich, um das Interesse an einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu bekräftigen.

Den persönlichen Eindruck hinterließen auf jeden Fall einige Seminarteilnehmer, die durchaus selbstbewusst, dabei aber stets höflich mit den Referenten diskutierten, ob man nun auch für dieses Bewerbungstraining ein Zertifikat erhalten könne (was den Personalern ein Schmunzeln entlockte), wie man seine persönliche Note in eine Bewerbung einbaut ohne überheblich oder unglaubwürdig zu klingen und, warum die Auswahltests Fragen wie die nach dem längsten Fluss in Nigeria enthalten. Mit viel Humor, Geduld und zahlreichen Praxisbeispielen beantworteten die Mitarbeiter der Sparkasse alle Fragen und erklärten auch die Bedeutung und die Möglichkeiten, die eine informelle „Dritte Seite“ in einer Bewerbung als Raum für die Beschreibung der Bewerberpersönlichkeit bieten. Die Seminarteilnehmer staunten nicht schlecht, als dort von heimatverbundenen Gärtnern und Spaß am Heimwerken die Rede war. Wie die Referenten erklärten, könne man aus einer solchen Beschreibung von Charaktereigenschaften und Dingen, die einem im Leben wichtig sind, viel über die Eigenschaften, die einen Bewerber mit den Unternehmenszielen und den Wertvorstellungen eines Unternehmens verbinden, erfahren.

Die Referenten zeigten sich dabei durchaus beeindruckt vom Wissensstand der FWGler und der Fähigkeit, sich an den Diskussionen zu beteiligen und ihre Meinung zu vertreten. Besonders im anschließenden simulierten Bewerbungsgespräch, dem sich Dominik freiwillig unterzog, konnte der Schüler als Bewerber nach nur wenigen Minuten Vorbereitungszeit überzeugen. Frau Baumgartner lobte anschließend die Fähigkeit Dominiks, sich schnell auf Fragen einzustellen und flüssig zu reagieren. Auch die Körpersprache wurde dabei in Augenschein genommen, ebenso wie die Sprachgewandheit. „Seid euch eurer Körpersprache bewusst, dann könnt ihr sie kontrollieren und damit arbeiten. Ständiges Wedeln mit den Händen vermittelt ebenso einen nervösen Eindruck wie das Klicken mit einem Stift oder das Wippen auf einem Stuhl. Das heißt nicht, dass ihr die Hände stocksteif am Körper hängen lassen sollt, eine wohldosierte Mimik und Gestik unterstützt euch - aber  eben nur dann, wenn das auch zu eurer Persönlichkeit passt. Wer eher schüchtern oder nervös ist, der tut gut daran, die Hände still auf dem Tisch abzulegen - so kommt man gar nicht in Verlegenheit, mit den Händen zu spielen. Am besten kann man das vor einem Spiegel testen,“  riet Sven Hammer und Simone Baumgartner ergänzte: „und auch ein Lächeln kann nicht schaden, Dominik hat das gerade wunderbar gezeigt, dann hat man auch als derjenige, der das Gespräch leitet, sofort ein gutes Gefühl.“

Am Ende des kurzweiligen Vortrags stand für beide Seiten fest, dass sich die Zusammenarbeit gelohnt hatte, die Schüler konnten weitere Tipps für ihre anstehenden Bewerbungen sammeln und hatten die „andere“ Seite kennengelernt und die beiden Mitarbeiter der Sparkasse zeigten sich beindruckt von der Arbeitsbereitschaft und dem disziplinierten Verhalten der Seminarteilnehmer, die das FWG auch an einem Donnerstag Nachmittag würdig vertreten hatten. Und so wird dies hoffentlich nicht der letzte Vortrag seiner Art gewesen sein, sondern wir hoffen, die Vertreter der Personalabeitung der Sparkasse Kulmbach-Kronach bald wieder in unseren heiligen Hallen begrüßen zu dürfen.