Staatssekretär Bernd Sibler am FWG

 

Landrat Oswald Marr bedankt sich bei Alfons Hrubesch. Rechts: Schulleiter Dr. Klaus Morsch und Staatssekretär Bernd Sibler (2.v.rechts).Für dieses „Urteil“ hatte das Team um den pensionierten Polizeihauptkommissar Alfons Hrubesch über sechs Monate lang hart gearbeitet: „Ich bin mir sicher, dass der Film an sehr vielen bayerischen Schulen gezeigt wird!“ Bernd Sibler, Staatssekretär aus dem Ministerium für Unterricht und Kultus, sprach damit dem vom Weißen Ring produzierten Präventionsfilms „Escape the fate – Nimm dein Schicksal in die Hand“  Anfang der Woche am Frankenwald-Gymnasium in Kronach die offizielle Anerkennung aus. Somit hat der Lichtenfelser Alfons Hrubesch als Leiter der Außenstelle Kronach/Lichtenfels/Kulmbach des Weißen Rings sein Ziel erreicht: Mit Hilfe des Filmes werden ab September bayern- und sicherlich auch bald deutschlandweit Schülerinnen und Schüler mit der Thematik des „Cyber-Mobbings“ konfrontiert.

Großen Anteil daran hatte auch die Schülergruppe der „Mut-Macher“ des FWGs, hatten sie doch in einem Workshop maßgeblich am Drehbuch mitgearbeitet und später bei den Dreharbeiten mitgewirkt.

„Helfen Sie mit, dass unsere Kinder mit den Problemen des Cyber-Mobbings nicht allein gelassen werden“, appellierte Hrubesch am Premierenabend an die versammelte Prominenz. Und die war an diesem Abend reichlich vertreten. Der Kronacher Landrat Oswald Marr durfte dabei als „Hausherr“ zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik, Justiz, Polizei und vor allem den Schulen begrüßen. Neben einer Vielzahl an Schulleitern verschiedener Schulen aus den Landkreisen Lichtenfels, Kulmbach und Kronach und deren Schulämtern waren der Einladung des Weißen Ring auch Bernd Sibler und Dr. Michaela Krell vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus gefolgt. „Mit Ihrer Anwesenheit unterstützen Sie nicht nur die wichtige Arbeit des Weißen Ring, sondern unterstreichen auch die gesamtgesellschaftliche Brisanz, die das Thema des „Cyber-Mobbings“ mittlerweile hat“, so der Landrat.

Dr. Klaus Morsch, Schulleiter des Frankenwald-Gymnasiums, schloss sich diesen Worten an, indem er betonte, welch wichtiges Zeichen davon ausgehe, dass der Film des Weißen Ring gerade an einer Schule offiziell vorgestellt werde. „Es ist unser pädagogischer Auftrag, das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen beim verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Medien neu zu schärfen. Wir Schulen sind dem Weißen Ring sehr dankbar, dass er uns mit dem Film „Escape the fate“ auf diesem Weg eine wichtige Hilfestellung leistet“, so Dr. Morsch.

Diesen Dank bekräftigte Staatssekretär Bernd Sibler als „Ehrengast“ der Filmpremiere. Dabei appellierte er hinsichtlich der zu fördernden Empathie unter Kindern und Jugendlichen nicht nur an die Lehrer, sondern erinnerte auch an die Verantwortung der Eltern im Zeichen der Medienerziehung. „Schule muss als Schutzraum vor Mobbing fungieren. Dies kann nur funktionieren, wenn Schüler, Lehrer und Eltern ein Klima des Respekts und der gegenseitigen Wertschätzung vorleben“, so der Gast aus München. Zudem wies Sibler auf zahlreiche konkrete Beispiele hin, mit denen das Kultusministerium seit langem daran arbeite, auch im Zeichen der Medienerziehung einen breiten Wertekanon voranzutreiben. Er dankte in diesem Zusammenhang auch dem Weißen Ring für die großartige Unterstützung.

Bevor „Escape the fate“ das erste Mal offiziell auf der Leinwand gezeigt wurde, nutzte Alfons Hrubesch die Gelegenheit, sich ausdrücklich bei „seinem Team“ zu bedanken, dessen ehrenamtlicher Einsatz diesen Film erst ermöglicht hatte. Dabei betonte er auch die wichtige Zusammenarbeit mit Lehrern und vor allem den Schülern. Die Jugendlichen hatten nicht nur beim Drehbuch mitgewirkt, sondern auch die Hauptrollen übernommen.

Dass der Film gerade deshalb so authentisch wirkt, war einer der augenfälligsten Beobachtungen, die das Publikum nach der Filmpremiere äußerte. Der Applaus dauerte dementsprechend lange an. Oberfrankens Polizeivizepräsident Werner Mikualsch zeigte sich begeistert und sprach dem Film eine „sehr große Nähe zur Realität“ und die „richtige Dossierung“ zu. Und auch Staatssekretär Bernd Sibler machte dem Film und dem Team ein großes Kompliment: „Der Film ist sehr einfühlsam, bietet zudem eine echte Lösungsstrategie und ist für den Einsatz im Unterricht absolut empfehlenswert!“
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