Das ist bestimmt der Weihnachtsstress

 

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Liebe und Besinnlichkeit. Es sei denn, man fragt irgendeinen Schüler. Schnell schreiben die Lehrer noch Exen und Schulaufgaben vor den Ferien. Da kommt nur selten tatsächlich Entspannung auf. Und auch die Eltern hetzen von Geschäft zu Geschäft. Noch schnell Weihnachtsgeschenke kaufen oder sich überlegen, was man an Heiligabend essen soll.

Da überrascht es doch, dass ausgerechnet in der Schule weihnachtliche Stimmung, ganz ohne Stress, aufkommen kann.

 

Um auf ihr erstes Schuljahr am Frankenwald-Gymnasium zurückzublicken und gemeinsam die Adventszeit zu genießen, trafen sich die Fünftklässler und ihre Eltern mit den Tutoren am 01. Dezember zur gemeinsamen Nikolausfeier.

Gegen 18:30 begrüßten die Tutoren Tim Löffler und Sophia Fischer ihre Schützlinge und deren Familien in der Pausenhalle. Auch ihr Betreuungslehrer, Adrian Ginevrino, nutzte die Gelegenheit, die Ankömmlinge willkommen zu heißen und betonte zugleich die Bedeutung der Arbeit, die hier auch für das gemeinsame Lernen in der Schule geleistet wird: „Es geht auch darum, dass die Schüler als Klasse zusammenwirken.“ Deshalb nutzte er gerne die Gelegenheit, sich bei den Tutoren für ihren Einsatz zu bedanken. Diese ihrerseits dankten nicht nur ihren Betreuungslehrern, sondern auch den vielen anderen Mitwirkenden des Abends.

Um 19:00 Uhr begaben sich die Fünftklässler langsam in ihre Klassenzimmer, um sich auf ihre einstudierten Theaterstücke für die Eltern vorzubereiten. 

Und die erlebten eine lebhafte Begrüßung: Sie wurden von einer mutigen Tanzeinlage der Tutoren überrascht, nachdem sie Platz genommen hatten.

In den nächsten eineinhalb Stunden führten die Fünftklässler ihre Theaterstücke auf und glänzten an ihren Instrumenten: Egal ob an der Geige oder auf der Flöte — die Schüler zeigten, was sie können. Außerdem präsentierten die Tutoren zwischendurch immer wieder Bilder von Veranstaltungen aus dem Schuljahr und erinnerten so an die bisher gemeinsam verbrachte Zeit im Schullandheim, bei der Schulhausrallye oder bei einem Bastelnachmittag. Dabei entdeckten sie viele neue Talente in den Schülern, die in den letzten Wochen sichtlich zu einer Klassengemeinschaft zusammengewachsen sind.

Im Stück „Der unsichtbare Nikolaus“ wurde die vielleicht wichtigste Botschaft des Abends auf den Punkt gebracht: Wenn jemand in der Weihnachtszeit doch einmal genervt sein sollten, „dann ist das bestimmt der Weihnachtsstress.“ Diejenigen, die sich allerdings auch etwas Ruhe gönnen, können eine angenehme Adventszeit erleben.

Als es dann aber laut an der Tür klopfte, war es mit der Ruhe vorbei: Der Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht konnte über jeden Schüler eine lustige Geschichte in Reimform vortragen, sodass sich manche fragen mussten: „Häh?! Woher weiß er das???“ Doch er ließ die Schüler nicht nur überrascht zurück, sondern schenkte jedem einen Schokoladen-Nikolaus, die Lehrer und Tutoren mussten sich allerdings mit Apfelsinen zufrieden geben.

Anschließend hatten die Schüler noch Gelegenheit, zusammen mit den Tutoren Weihnachtskarten zu basteln oder Kerzen zu färben und so noch schnell ein Weihnachtsgeschenk für die Eltern zu machen. Die konnten sich zeitgleich in der Pausenhalle die Plätzchen und den Kuchen schmecken lassen und so den Tag in geselliger Runde abschließen.

An dieser Stelle ein großes „Danke!“ an alle, die für die gewohnt großartige Organisation und Durchführung dieses Abends verantwortlich waren: Die Tutoren, ihre Betreuern Katharina Gödel und Adrian Ginevrino, der AK Orga, der AK Technik, der Först-Class-Nikolaus, der Hausmeister, die Lehrer und alle anderen Beteiligten.

— Bastian Heinlein