Teamgeist überwindet Schulgrenzen

 

Das Ende des Schuljahres war am Frankenwald-Gymnasium von zahlreichen Höhepunkten geprägt, die vom Bandtag bis zum großen Schulfest reichten. Eine ganz besondere Veranstaltung hatten dabei elf Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zusammen mit ihrer Lehrkraft Silke Woletz-Bauer auf die Beine gestellt. Als P-Seminar „Inklusion“ veranstalteten sie einen Sporttag, an dem knapp 150 Schülerinnen und Schüler des Frankenwald-Gymnasiums und der Petra-Döring-Schule (Lebenshilfe) teilnahmen.

 

„Wir sind seit vielen Jahren direkte Nachbarn am Schulzentrum, doch in direkten Kontakt kommen wir leider nur selten. Das wollten wir ändern!“, erklärte Ralph Monheim als Mitglied des P-Seminars am FWG die Grundidee des Projekts. Ziel des Sportvormittags war es, den Fünftklässlern des FWG die Unsicherheit im Umgang mit behinderten Menschen zu nehmen, indem sich die Kinder in Teams gemeinsam sportlichen Herausforderungen stellten. Dabei stand keinesfalls der Leistungsgedanke im Vordergrund, sondern vor allem der gemeinsame Spaß – und dies im laufenden Schuljahr bereits zum zweiten Mal. Denn bereits im April des laufenden Jahres hatten die Mitglieder des P-Seminars die Schülerinnen und Schüler und deren Betreuerinnen und Betreuer zu einem gemeinsamen Spielnachmittag ans FWG eingeladen. Der zweite gemeinsame Projekttag fand nun vor kurzem auf den großzügigen Sportanlagen des Schulzentrums stand, die somit weniger zur sportlichen Wettkampf- als vielmehr zur Begegnungsstätte im Zeichen des Sports wurden. Hierfür hatten die Mitglieder des P-Seminars gleich zwei Spielparcours mit jeweils sechs verschiedenen Sportarten bereitgestellt. „Uns war es wichtig, für möglichst viele unserer Gäste der Nachbarschule angemessene Herausforderungen zu suchen, damit diese, je nach dem Grad ihrer Behinderung, auch echte Erfolgserlebnisse feiern konnten“, so Seminarist Felix Walter. Und von diesen Erfolgserlebnissen gab es viele. Für die Fünftklässler des FWG war es spannend zu sehen, mit viel Freude und Ehrgeiz sich die Schülerinnen und Schüler der Petra-Döring-Schule Herausforderungen wie dem Medizinballlauf, dem „Hockey-Run“ oder dem „Fußball-Kegeln“ stellten. Da FWG und Petra-Döring-Schule in den insgesamt 13 Gruppen bunt gemischt wurden, entwickelte sich ein echter Teamgeist über die Schulgrenzen hinweg. Am Ende eines ereignis- und erlebnisreichen Vormittags zeigte sich auch Oberstudienrätin Silke Woletz-Bauer hoch zufrieden mit dem Verlauf des „Inklusions-Sporttags“: „Es hat alles hervorragend geklappt, und wenn man in die strahlenden Gesichter aller Teilnehmer aber auch der Organisatoren der Q11 blickt, dann bin ich mir sicher: Diese Zusammenarbeit wird in den nächsten Jahren eine Wiederholung erfahren!“        
-mts-