MINT – What time is it?

 

Was ist MINT? Mathematik, Physik und Informatik kann auch anders sein. Keine trockene Theorie, abstrakte Sachverhalte, für Schüler oft un(be)greifbare Fragestellungen und Probleme. Den Schülern soll die faszinierende Welt der Naturwissenschaft durch praktische Probleme näher gebracht werden. Mit den erworbenen praktischen Fertig- und Fähigkeiten kann das vorhanden Wissen gewinnbringend erweitert werden, sodass damit neue Fragestellungen der realen Welt leichter begriffen und neue Probleme gelöst werden können. Langfristig werden die Schüler von diesem dualen Weg profitieren und so hoffentlich auch dem drohenden Fachkräftemangel in den naturwissenschaftlichen Tätigkeitsfeldern entgegenwirken.

 

Das letztjährige MINT-Projekt war der Nachbau einer WORTUHR. Die Idee war geboren, also was braucht man dazu? Elektronik, klar, LEDs müssen her, denn modern will man auch sein, aber wie funktionieren die? Worin besteht der Unterschied zu einer Glühlampe und vor allem wie verarbeitet man die? Das waren die Fragestellungen zu Beginn. Nach den ersten Testläufen ging es dann zum Einkaufen. Elektronik muss her, jeder der 15 Teilnehmer will was löten, aber keiner hat bisher einen Lötkolben in Händen gehalten geschweige denn ein Platinenlayout gemacht, Draht gezogen, Brücken gebogen. Man merkte schnell, Praxis unterscheidet sich von der Theorie durch das selbständige handwerkliche Tun. Nach ersten kleinen Missgeschicken waren die Fortschritte beträchtlich und keiner hatte mehr Angst vom Lötkolben. Zu lösen waren nicht nur elektronische Probleme, sondern auch das handwerkliche Geschick: Mit Zirkel und Akkuschrauber die LED-Matrix zu bohren, stand auf dem Prüfstand. Schließlich musste diese nur noch „bestückt“ und im Team verlötet werden. Dann galt es lediglich, die Platinen mit der Matrix abschließend zu verbinden - und dann? Ach da war doch noch etwas, das Herzstück hat gefehlt! Der Mini-Computer, ein Arduino-Clone namens RBBB, lag auch noch in seinen Einzelteilen da! Also, ran an den Kolben, Microkontroller, Transistoren, Dioden, Kondensatoren und Widerstände schnell zusammenlöten und dann ab zu den Spezialisten Domenik, Berin und Co, denn die mussten das Ding auch noch programmieren! Dann das Hoffen, wird alles funktionieren?

 

Jeder ist eingeladen, einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt der Elektronik unserer Wortuhr am Schulfest zu erhalten, und vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr eine Fortsetzung. So viel wird bereits verraten: Eine Idee gibt es.

 

 

StD Christian Pfadenhauer