Mathematiker auf Reisen

 

Nachtrag aus dem letzten Schuljahr

Unvorstellbar, das kann doch nicht sein, diese Spezies, niemand hätte das gedacht, dennoch wahr, auch Mathematiker können sich amüsieren. Wer das nicht glaubt, muss sich selbst davon überzeugen. Jedes Jahr aufs Neue stürzen sich eine Hand voll wagemutige, nach Zahlen und Formel verrückte Schüler in die unendlichen Weiten der Mathematik um sich den neuen und spannenden Herausforderungen zu stellen; und das auch noch an einem SAMSTAG, den heiligen schulfreien Tag der Schüler! Seit der Geburtsstunde vor 11 Jahren fährt das FWG immer am 2. Samstag im Juli an die Universität Bayreuth zum „Tag der Mathematik“, um an einem Mathematikwettbewerb teilzunehmen. Von einer Hand voll Schüler hat sich das FWG inzwischen zu stattlichen 41 Teilnehmern gemausert, so dass inzwischen mit einem eigens angemieteten Bus angereist wird. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an den Elternbeirat für die Bezuschussung der halben Buskosten.

 

Wie schaute der Tag für Schüler und Lehrer aus? Zunächst die schmerzliche Erfahrung des Aufstehens so gegen 6.00 Uhr, denn Abfahrt war am Schulzentrum 7.30 Uhr. Kaum an der Uni angekommen, gab es dann schon die erste Belehrung, hier geht’s zum Klo, dort bekommt ihr etwas zu essen und da müsst ihr nun hin. Das waren die Überlebensansagen von Herrn Pfadenhauer. Alles war geregelt und ab ging es in die Gruppenräume, wo die Wettkampfbetreuer schon auf die Teilnehmergruppen warteten. Nun waren 3 Stunden Zeit, die doch etwas kniffligeren Aufgaben zu knacken. Manche kamen um 12 Uhr heraus und hatten sogar Raum und Zeit vergessen, denn sie waren so innig mit den Fragestellungen beschäftigt, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes nicht loslassen konnten.

Es war Zeit sich zu stärken und Uniluft zu schnuppern. So konnte man Vorlesungen besuchen, an Workshops teilnehmen oder mathematische Experimentierstationen ausprobieren. Hier durfte auch einmal Herr Pfadenhauer spielen. Aber es gab auch genügend Zeit um einfach mal herum zu blödeln, mehr oder weniger freiwillig.

Nach einer gefühlten Ewigkeit war es dann soweit, so langsam ging es zur Preisverleihung, aber die letzte Vorlesung im Audimax, dem größten Hörsaal der Universität, wollte nicht enden. Gespannt war man schon, ob man einen Preis bekommen wird?

Tatsächlich, es hat wieder geklappt, die Erfolgsstory geht weiter, denn, wie bereits oben erwähnt war das FWG seit Beginn vor 11 Jahren jedes Jahr mit mindestens einer Gruppe unter den Preisträgern. Herzlichen Glckwunsch.

Das obligatorische Gruppenphoto im Innhof der mathematischen Fakultät ist ein absolutes Muss und wird jedem Teilnehmer an diesen schönen Tag erinnern.

Gegen 17 Uhr wieder in Kronach angekommen, waren alle etwas leicht ausgepowered, aber es kam sofort die Frage: „Fahren wir nächstes Jahr wieder hin?“

Selbstverständlich, in diesem Jahr konnten wir uns sogar auf 54 Teilnehmer steigern, trotz Doppel- und Dreifachbeanspruchung mit Chorübernachtung und Theateraufführung am gleichen Tag. Allen teilnehmenden Schülern und Schülerinnen gilt bereits im Voraus ein großer Dank für ihr Engagement.

 

StD Christian Pfadenhauer