Auszeichnung des P-Seminars „Ein Koffer für die letzte Reise“ 

 

Ein knappes Jahr nach dem Abschluss des P-Seminars „Ein Koffer für die letzte Reise“ am Frankenwald-Gymnasium erhalten die ehemaligen Seminarteilnehmer zusammen mit ihrem Kursleiter Matthias Simon den renommierten Seminarpreis 2016 der Unternehmerinitiative Hochfranken.

Die Begründung für ihre Anwesenheit ist kurz, trifft aber den Kern: „Ehrensache!“ Denn eigentlich ist Theresa Walter aus Wolfersgrün seit Juni 2016 nicht mehr Schülerin des Frankenwald-Gymnasiums. Wie Dajana Ströhlein und Mia Wagner hat sie damals mit dem Abiturzeugnis in der Hand das FWG verlassen und befindet sich längst in der Ausbildung für ihren späteren Beruf. Und dennoch vertritt Theresa Walter zusammen mit ihren beiden ehemaligen Mitschülerinnen an diesem Abend noch einmal „ihr“ FWG.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung der Berufs- und Ausbildungsmesse „Contacta Hochfranken“ erhielten die drei jungen Damen und ihr ehemaliger Seminarleiter Matthias Simon stellvertretend den renommierten und mit 250 Euro dotierten Seminarpreis der Unternehmerinitiative Hochfranken für ihr P-Seminar „Ein Koffer für die letzte Reise“, das die insgesamt 15 Semiarteilnehmer im November 2015 im Alten Rathaus in Kronach im Rahmen einer Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt hatten.

Und auch für Seminarleiter Matthias Simon ist der Abend im Vorlesungssaal der Hochschule Hof ein ganz besonderer: „Es ist schon ungewöhnlich, dass Schüler nach ihrem Abitur noch für ihre schulischen Leistungen gewürdigt werden, aber das damit verbundene Wiedersehen macht die ganze Veranstaltung wirklich unvergesslich“, so der Kronacher Pastoralreferent. In der Tat fand die Auftaktveranstaltung zur „Contacta Hochfranken“ in einem ungemein würdigen Rahmen statt. Alles, was in Hochfranken in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Rang und Namen hat, war vertreten. Kultusminister Ludwig Spaenle sprach via Video-Botschaft zu den Anwesenden und betonte dabei den großen Gewinn für alle Beteiligten, der mit dem P-Seminar verbunden ist. Diesen großen Nutzen hat vor einiger Zeit auch die Unternehmerinitiative Hochfranken entdeckt, die deshalb jedes Jahr besonders eindrucksvolle P-Seminarkonzepte prämiert.

„In diesem Jahr fiel uns aufgrund der Vielzahl an tollen Einsendungen die Prämierung der besten P-Seminare besonders schwer, weswegen wir uns dazu entschlossen haben, diesmal gleich vier P-Seminare auszuzeichnen“, erklärte Dr. Dorothee Strunz vom Arbeitskreis „SchuleWirtschaft“ die Besonderheit des Abends. Und dass die Jury mit dieser Entscheidung goldrichtig lag, zeigte sich spätestens bei der Präsentation der vier ‚ausgezeichneten’ P-Seminare. „Wir befinden uns da in ganz hervorragender Gesellschaft“, kommentierte der ebenfalls in Hof anwesende stellvertretende Schulleiter des FWGs, Studiendirektor Alf Merkel, die durchweg herausragenden P-Seminarkonzepte. So erhielt beispielsweise das Walter-Gropius-Gymnasiums Selb einen der vier Schecks über jeweils 250 Euro für die aufwändige und nachhaltige Erstellung und Gestaltung mathematischer Spiele für die Unterstufe, während das Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium aus Kulmbach unter geradezu professionellen Bedingungen ein komplettes Musical auf die Bühne gezaubert hatte.

Gerade aber weil die Kronacher Gymnasiasten mit ihrem Seminar „Ein Koffer für die letzte Reise“ ein hoch sensibles Thema zum Schwerpunkt hatten, erfuhren sie besonders viel Aufmerksamkeit und Anerkennung – und dies auch, weil Theresa Walter, Mia Wagner und Dajana Ströhlein sehr persönliche Einblicke in das P-Seminar der Fachschaft „Katholische Religion“ am FWG erlaubten. Jürgen Werner von der Unternehmerinitiative Hochfranken zeigte sich somit nicht nur von den Inhalten der P-Seminare begeistert, sondern auch von der Art der Präsentationen an dem Abend. „Sich als junge Menschen mit dem Tabuthema ‚Tod und Sterben’ persönlich und derart fundiert und kreativ auseinanderzusetzen und auch andere Menschen mit einzubeziehen, verdient unseren allergrößten Respekt und damit den P-Seminarpreis 2016“, erklärte er unter dem Beifall aller Anwesenden.

Stellvertretend für das gesamte Seminar nahmen die drei ehemaligen FWGlerinnen anschließend den Siegerscheck entgegen und schwelgten beim abschließenden Stehempfang zusammen mit ihrem ehemaligen Religionslehrer in alten Zeiten. „Der Abend ist ja schließlich auch der letzte Beweis dafür, wie viel Wertvolles wir am FWG mit auf den Weg bekommen haben“, lautete dann auch Theresa Walters Schlussfazit.

-mts-