Heute haben alle gewonnen!“

 

Mit diesen Worten beendete Schulleiter Dr. Klaus Morsch nicht nur den integrativen Sporttag, sondern beschrieb ihn ebenso treffend. Am 22. Juli 2015 stand viel weniger der sportliche Wettkampf im Vordergrund als das Kennenlernen zwischen den Fünftklässlern des FWG und Schülern der Lebenshilfe untereinander. Auch dieses Jahr wurde der integrative Sporttag wieder vom gleichnamigen P(raxis)-Seminar unter der Leitung von Petra Höpp organisiert. Um einen Kontakt zwischen den Gymnasiasten und den „Nachbarn“ aus der Lebenshilfe zu ermöglichen, wurden die zwölf Gruppen jeweils aus mehreren FWG’lern und einigen Gästen gebildet, die dann zusammen an den Stationen ihr Geschick ebenso wie ihre Hilfsbereitschaft beweisen konnten. Die Stationen waren allesamt so ausgelegt, dass alle Gruppenmitglieder des Sporttages die Aufgaben dort erfüllen konnten, ohne gleichzeitig jemanden zu bevorzugen, wie zum Beispiel in einer vorgegeben Zeit möglichst oft den Basketball zu prellen, beim klassischem Dosenwerfen möglichst viel Punkte zu erreichen oder aber im Sand nach Murmeln zu suchen. Dabei bewiesen nicht nur die ausgebildeten Betreuer der Lebenshilfe großes Engagement, sondern ebenso die Q11’ler und die Begleiter der 9a, die zur Betreuung eingeteilt waren.

 

Tatsächlich ging die Idee auf, so einen möglichst intensiven Kontakt zwischen Fünftklässlern und den Gästen der Lebenshilfe zu ermöglichen, selbst die betreuenden Schüler waren ehrlich erstaunt über das gute Miteinander. Besonders bemerkenswert ist die gegenseitige Hilfe ohne Berührungsängste, als ein Schüler der Lebenshilfe Schwierigkeiten hatte, den Ball zu prellen, kamen ihm sämtliche Mitstreiter zur Hilfe und integrierten ihn in ihre Gruppe voll und ganz, statt sich taktlos zu beleidigen.  

Beinahe nebensächlich erscheint es aufgrund eines solchen Miteinander, dass an diesem Tag auch vier tatsächliche Gewinnergruppen bekannt gegeben wurden und zum Teil extreme Temperaturen vorherrschten, die allerdings auch mit viel Wasser und der Verpflegung mit Äpfeln und Laugenstangen gut ausgehalten werden konnte. Ebenso wie den für die Verpflegung zuständigen Schülern sei auch den Schulsanitätern, die kleinere Blessuren und sonstige Verletzungen behandelten und dem AK Technik, der dafür Sorge trug, dass alles musikalisch untermalt wurde und eine problemlose Kommunikation möglich war, gedankt.  Und vielleicht sind tatsächlich einige Fünftklässler nicht nur verschwitzt, sondern auch mit neuen Freunden nach Hause gekommen.

- Bastian Heinlein