Frankenwald-Gymnasium
Kronach
Fördern - Werte - Gemeinschaft

 

Schüler haben die Sonnenhof-Treppe des Frankenwald-Gymnasiums künstlerisch gestaltet. Bei einer kleinen Einweihung zeigten sich die Beteiligten stolz über das gute Gelingen.

Der Sonnenhof des Frankenwald-Gymnasiums Kronach macht seinem Namen wahrlich alle Ehre. Gerne sitzen die Schüler in der Pause oder in Zwischenstunden im Grünen. Eine besondere Atmosphäre umgibt den Innenhof besonders als Freilicht-Kulisse von Theaterinszenierungen. Jetzt ist dieses zauberhafte Plätzchen um ein Highlight reicher geworden. Schüler der elften und zwölften Jahrgangsstufe haben die Treppenstufen mit Bild-Mosaiken gestaltet. Bei einem kleinen Festakt wurde den Beteiligten gedankt.

 

 

„Neben der reinen Erschließungsfunktion hat eine Treppe oder Stufenanlage immer auch symbolische Kraft - als Übergang von einer Ebene zur anderen. So kann sie Aufstieg, Zugang zum Transzendenten, Verbindung zwischen Himmel und Erde bedeuten“, erklärte die Kunstlehrerin Andrea Partheymüller-Gerber, die sich bei der „Einweihung“ der fertiggestellten Treppenanlage sehr stolz auf ihre Schüler der Q 11 und Q 12 zeigte. Die Anfänge des Kunstprojekts gehen bereits auf das Jahr 2019 zurück, als einige Vordenker - Schüler, die mittlerweile bereits das Gymnasium verlassen haben - diese Idee entwickelten und vorantrieben. An erster Stelle sei hier Lukas Mühlnickel genannt. Der ehemalige Gymnasiast erkannte das künstlerische Potenzial der formschönen, aber vorher recht „trist“ grauen Treppe, die den oberen Bereich der Aula und den angrenzenden Sonnenhof verbindet.     

 

„Durch die neue Gestaltung mit den farbigen, an einen Regenbogen erinnernden Stufungen erfährt die asymmetrische Anlage eine neue harmonische und inhaltliche Gliederung“,  verinnerlichte Andrea Partheymüller-Gerber. Die Treppe orientiere sich in ihrer Funktion an einem Amphitheater, das aber nicht rund erscheint, sondern im Winkel mit unterschiedlichen Höhenlagen gebaut wurde. Diese vorgefundene bauliche Besonderheit wurde inhaltlich zum bestimmenden Akzent genutzt, was jedoch nur vom unteren Standort aus inhaltlich vollständig zu überblicken ist. So gliedert sich die Treppe, von unten gesehen, in eine rechte und eine linke Seite. Rechts, auf der niedrigeren Position insgesamt - hier sind fünf Stufen angelegt, findet sich die Darstellung des umgeklappten oder geschlossenen Buches.

 

„Der Inhalt kann sich erschließen; er kann nicht durchdrungen werden. Auch wenn die komplementären aufwärts gerichteten Bewegungen ein Streben oder eine unterstützende, aufbauende Bewegung kennzeichnen, ist dies doch im Moment nicht von Erfolg gekrönt und endet logischer Weise auch in der farblichen Entwicklung - jedoch nicht mutlos, sondern hoffnungsvoll im grünen Bereich“, so die Kunstlehrerin. Auf der linken Hälfte der Anlage findet sich - von unten nach oben gelesen - ein Buch, das sich nach oben von einem Farbakzent zum nächsten weiter entwickelt. Die Stufen werden scheinbar mit luftiger Leichtigkeit überwunden und die gegebenen Inhalte spielerisch durchdrungen. Die Materie weicht mehr und mehr zurück. Der Inhalt strebt nach oben und löst sich in spiegelndem Glas, in Vogelformen lichthaft spielerisch auf. Jedoch ist das Ganze auch in umgekehrter Form lesbar. „Aus den Gedanken, Ideen wird ein Ideal geformt. Form und Struktur nehmen mehr und mehr Gestalt an und verkörpern sich als ganz konkrete, handfeste Formen im Bereich des Materiellen“, erläuterte sie.

 

Nahezu die kompletten Arbeiten - vom Zerschlagen der Fliesen über das Zusammensetzen der unzähligen Mosaikteile bis hin zum Befestigen bzw. Verfugen - wurden von den Elft- bzw. Zwölftklässlern selbst übernommen. Fachkundige Hilfe erhielten die rund 30 am Projekt beteiligten Schüler von der Fa. Fliesenverlegung Kotschenreuther - in Person von Stefan Kotschenreuther, der dem Kunstwerk auch zum letzten Schliff verhalf.

 

Ihm galt auch der Dank der Q 11-Schüler, Nicholas Gentzsch, Emil Heidenbluth und Kilian Köhn, die die aufwändigen Arbeitsschritte vorstellten. „Wir waren auch oft außerhalb der Schulzeit hier“, erklärte Emil. Es sei zwar viel Arbeit gewesen, aber mit dem Endergebnis sei man sehr zufrieden. „Das ist eine coole Sache, weil wir unsere Kreativität ausleben konnten“, schloss sich ihm Kilian an. Neben der Kreativität sei aber - wie Johannes ergänzt - auch die handwerkliche Seite des Projekts nicht zu vernachlässigen. „Für die Umsetzung brauchte man ausdauerndes handwerkliches Geschick. Wir haben damit auch etwas fürs Leben gelernt“, verdeutlichte er. Nicholas freute sich, dass die anfängliche Vision ehemaliger Mitschüler nun realisiert werden konnte - ein halbes Jahr später als geplant, was zum Teil der Pandemie, aber auch den ungünstigen Witterungsverhältnissen geschuldet sei.

 

„Das ist eine wunderbare Aufwertung“, freute sich auch Schulleiter Harald Weichert. Die Schüler könnten sehr stolz auf das Langzeitprojekt sein, wozu es langen Atems bedurft habe. Unterstützung erfuhr das Projekt durch den Landkreis Kronach - zunächst durch Kreiskämmerer Günter Daum sowie nunmehr durch Beate Pfosch. Die Referendarin Anna Helbich entwickelte sogar mit den Elfklässlerinnen Inga-Carina Zänker und Johanna Hebentanz ein eigenes Musikstück für das Kunstwerk.

 

Der Bericht wurde von Heike Schülein für die Lokalpresse verfasst und dankenswerterweise zur Veröffentlichung auf der Website des FWG freigegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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