Frankenwald-Gymnasium
Kronach
Fördern - Werte - Gemeinschaft

(Das Bild wurde vor dem Lockdown aufgenommen)

Der 20. oberfränkische Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ findet erstmals als digitale Messe statt. Er steht unter dem Motto „Lass Zukunft da“. Mit dabei sind auch Schüler des Frankenwald-Gymnasiums Kronach, die eine Schulhaus-App entwickelten.

Damit die Fünftklässler ihre neue „große“ Schule kennenlernen können, initiiert das Frankenwald-Gymnasiums (FWG) Kronach alljährlich für sie eine Schuljahres-Rallye.

Schüler der Oberstufe entwickelten hierzu nun im vergangenen Schuljahr eine - auch Corona-taugliche - virtuelle Alternative: Eine App für neue Mitschüler! Damit lassen sich auf dem Handy QR-Codes scannen, die an verschiedenen Orten im Schulhaus angebracht werden. Mithilfe von Bildern, Videos und wissenswerten Informationen können die Neulinge spielerisch das Schulhaus erkunden. Mit dem Projekt der virtuellen Schulhaus-Rallye nehmen die Oberstufen-Schüler Tobias Bittner, David Schuberth und Maxim Balajan am diesjährigen Regional-Wettbewerb „Jugend forscht“ im Fachgebiet „Mathematik und Technik“ teil.

„Wir haben den FWG QR-Scanner im vergangenen Schuljahr in unserem Oberstufen-Kurs entwickelt“, erzählt der nunmehrige Zwölftklässler Maxim Balajan. Während der Projektphase im zweiten Schulhalbjahr habe man sich ein sinnvolles Projekt überlegt. Gemeinsam kam man dabei - insbesondere auch aufgrund der aktuellen Situation - auf die Idee einer solchen App für die fünfte Jahrgangsstufe. „Die Fünftklässler sollen ihr neues Schulhaus spielerisch erkunden können, indem sie durch das Einscannen des QR-Codes schnell und übersichtlich Bilder, Videos und Texte zu verschiedenen Stationen im Schulhaus zur Verfügung gestellt bekommen“, erklären seine Mitschüler David Schuberth und Tobias Bittner. Innerhalb des Kurses habe man die Aufgaben verteilt und sich schnell an die Arbeit gemacht. Die Entwicklung habe sich dann aber doch als aufwändiger als gedacht herausgestellt. „Zwischenzeitlich tauchten Fehler bei der Nutzung auf und die App stürzte ab“, berichtet David Schuberth.   

„Der FWG QR-Scanner ist ein Projekt des gesamten Kurses“, betonten die drei, dass ihre Teilnahme bei „Jugend forscht“ stellvertretend für alle Kurs-Teilnehmer zu verstehen ist. Für eine Bewerbung an dem Regional-Wettbewerb seien jedoch nur maximal Dreiergruppen zugelassen. Die Wahl fiel auf sei, da sie von allen Kursmitgliedern am meisten Zeit in die Entwicklung der App investierten. Der Zeitaufwand des Oberstufen-Kurses betrug insgesamt ca. 270 Stunden, davon ca. 150 Stunden nur für die Entwicklung der App, inklusive Fehlersuche. Trotz aller Rückschläge habe ihnen bei dem Projekt die Programmierung am meisten Spaß gemacht. „Das ist so etwas wie eine Hassliebe. Es hat wohl jeden von uns einige Nerven gekostet. Aber es zählt das Resultat. Es ist ein schönes Gefühl und auch ein Erfolgserlebnis, etwas Gutes und Bleibendes geschaffen zu haben“, bekundet Maxim Balajan, den es - ebenso wie seine beiden Technik- und Informatik-affinen Mistreiter - später auch beruflich in die Richtung zieht und daher ein Informatik-Studium ins Auge fasst.

Die offizielle Fertigstellung der App war am 28. Mai 2020, wobei danach noch weitere Verbesserungen anstanden. Einsatzfähig war die App Ende September. Gänzlich abgeschlossen sei die Programmierung aber nie. Vielmehr müsse diese immer - so das Schüler-Trio - weiterentwickelt bzw. dem neuesten Stand der Technik angepasst werden. Daher hoffe man im Kurs sehr, dass sich - wenn sie heuer die Schule nach dem Abitur verlassen - Freiwillige finden, vielleicht seitens der Netz-AG, die den QR-Scanner weiterführen. 

Die App könne man sich wie einen begleitenden Wegführer vorstellen, der Schul-Neulinge im Rallye-Modus von Station zu Station im Schulhaus führe. Um auf die Karte zugreifen zu können, ist die Erlaubnis eines Lehrers für eine begrenzte Zeit - denkbar wäre beispielsweise eine Schulwoche - erforderlich. Diese können die Fünftklässler erhalten, indem sie den vom Lehrer generierten QR-Code auf ihrem Handy einscannen. Sobald die Karte freigeschaltet ist, können die Schüler die Teile der Karte sehen, in der sie die Stationen eingescannt haben. Grau hinterlegt sind die Teile der Karte, die eine Nachbarstation einer bereits absolvierten Station sind, oder keiner Station entsprechen. Pfeile zeigen zur nächsten Station.

Das FWG hat sich - als MINT-freundliche Schule - insbesondere auch der Förderung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) verschrieben. Für Technik-affine Schüler bestehen zahlreiche Möglichkeiten für Neigungskurse und Wahlfächer - bereits ab der Jahrgangstufe 5 und 6 bis hin zur Oberstufe, in der auch P- und W-Seminare in diesem Bereich angeboten werden. Dabei ist dem Gymnasium nicht „nur“ der technologische Aspekt wichtig: Die Schüler sollen die Zusammenhänge verstehen und interdisziplinär im Team arbeiten. Den Erfolg belegen viele Auszeichnungen bzw. erfolgreiche Teilnahmen an Wettbewerben wie eben auch „Jugend forscht“. Darauf hoffen nun auch Tobias Bittner, David Schuberth und Maxim Balajan, die im Fachgebiet „Mathematik und Technik“ an den Start gehen. Nachdem im Vorjahr kein Projekt aus Kronach eingereicht wurde, ist der Landkreis damit diesmal erfreulicherweise wieder vertreten.

Jubiläums-Ausgabe erstmals digital

Der 20. oberfränkische Regional-Wettbewerb fand am vergangenen Donnerstag und Freitag erstmals als digitale Messe statt. Aus der Region Coburg, Kronach und Lichtenfels haben sich 14 Kinder und Jugendliche mit insgesamt sieben Forschungsprojekten beworben. Viele der Beiträge werden von der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen beeinflusst. Beispiele hierfür sind die Entwicklung eines Roboters für die kontaktlose Essenausgabe, Tests zum richtigen Lüften im Klassenzimmer sowie Untersuchungen zur Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln. Insgesamt beteiligen sich daran in Oberfranken 112 Teilnehmer mit 69 Arbeiten. Die Teilnehmerzahl ist deutlich geringer als im Vorjahr (minus 45 Prozent).

Während sich einige der Wettbewerbsbeiträge mit Lösungsideen für neu entstandene Alltagsprobleme auseinandersetzen, wurde ein neues Konzept für die Durchführung des Wettbewerbs entwickelt. Damit dieser auch während des Lockdowns stattfinden kann, präsentierten die jungen Forscher - erstmals in der Geschichte von „Jugend forscht“- ihre Projekte der Jury rein digital. Unter dem Motto „Lass Zukunft da“ startete die Veranstaltung am Donnerstag mit der Sparte „Schüler experimentieren“ für die Teilnehmer bis 14 Jahre. Am Freitag präsentierten die 15- bis 21-Jährigen ihre Arbeiten. Dabei erhielten alle Teilnehmer bzw. jedes Team jeweils einen eigenen digital Messestand. Den Gewinnern winken attraktive Geld- und Sachpreise. hs        

 

 

 

 

 

 

 

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