Frankenwald-Gymnasium
Kronach
Fördern - Werte - Gemeinschaft

Bei der 4. Bundesjugendkonferenz Medien in Rostock stellen Kronacher Schülerinnen und Schüler erneut die größte Gruppe der insgesamt 300 Medienscouts aus ganz Deutschland. Zeitgleich begeistert eine kleine „Medienscouts-Delegation“ des Frankenwald-Gymnasiums in Erfurt die Damen der „Soroptimistinnen“, die spontan ihre Unterstützung des Projekts zusagen. All dies zeigt: Das System der „Medienscouts“ hat sich an den Kronacher Schulen längst etabliert und schlägt auch anderenorts Wellen.

 

Seit über fünf Jahren gibt es am Frankenwald-Gymnasium, der Gottfried-Neukam-Mittelschule, dem Kaspar-Zeuß-Gymnasium sowie an der Siegmund-Loewe-Realschule die sogenannten „Medienscouts“. Als ausgebildete „Medien-Experten“ haben sich die entsprechenden Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit für den verantwortungsvollen Umgang mit den digitalen Medien eingesetzt und stehen somit sowohl der Schülerschaft, als auch den Lehrkräften und Eltern der jeweilige Schule kompetent zur Seite. Wie ernst sie diesen Auftrag nehmen, unterstrich die Teilnahme dieser Schulen an der 4. Bundesjugendkonferenz Medien in Rostock, bei der sich die Medienscouts zusammen mit ihren begleitenden Lehrkräften über die neusten Trends der digitalen Welt informierten. Die dabei gewonnen Erkenntnisse, aber auch die Erfahrungen aus dem Austausch mit den 260 anderen Medienscouts aus ganz Deutschland wollen sie nun in den kommenden Wochen und Monaten an ihre Mitschüler weitergeben.

Mit knapp 40 Medienscouts stellten die Kronacher die größte Gruppe der Konferenz. „Diese Präsenz macht deutlich, welch hohen Stellenwert die Medienerziehung an den Kronacher Schulen einnimmt“, erläuterte Alfons Hrubesch das bemerkenswerte Engagement der Kronacher Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Lehrkräfte. Dabei waren Hrubesch und der Opferschutzverband „Opferhilfe Oberfranken“ (OHO), dessen Vorsitzender er ist, mitverantwortlich für die hohe Präsenz der oberfränkischen Medienscouts im hohen Norden. Zusammen mit den Medienscouts aus Bayreuth und Forchheim waren die Kronacher immerhin auch die einzigen „Bayern“ in Rostock. Die OHO hat die Grundausbildung von mittlerweile über 150 Medienscouts in Oberfranken initiiert.

Die Zielsetzung der OHO und der Medienscouts, „Prävention ist der beste Opferschutz“, war auch das Motto der gelungenen Konferenz in Rostock. „Die dreitätige Konferenz in Rostock war für uns reich an Erkenntnissen und wird unsere Arbeit als Medienscouts an den Schulen spürbar beeinflussen“, ist sich demnach auch der Tüschnitzer Jan Kratofil sicher. Er wurde wie all die anderen in Rostock anwesenden oberfränkischen Medienscouts bereits im Vorfeld der Konferenz für die Rolle als „Medienberater“ ausgebildet und steht seitdem im Sinne der „Peer-to-Peer-Education“ (Schüler bilden Schüler aus) den Mitschülerinnen und -schülern als „Medienexperte auf Augenhöhe“ zur Seite.

Wichtige Impulse lieferte in Rostock der Vortag von Professor Viktor Mayer-Schönberger zum Thema „Big Data“. Besonders erkenntnisreich waren aber vor allem die zahlreichen Workshops, bei dem die Kronacher immer wieder in direkten Kontakt mit Medienscouts aus insgesamt zwölf Bundesländern kamen. Mediensucht, Darknet und Cyber-Mobbing waren dabei genauso wichtige Themen wie der mögliche Einsatz der Scouts an Grundschulen oder die deutschlandweite Vernetzung aller ausgebildeten Medienexperten über das sogenannte „Medienscout-Portal“.

Dass die Medienscouts in vielen, aber noch nicht in allen Bundesländern etabliert sind, veranlasste eine kleine Abordnung des Frankenwald-Gymnasiums dazu, zeitgleich in Erfurt für diese Art der präventiven Medienerziehung durch Gleichaltrige zu werben. Im Rahmen der Bezirksversammlung der Soroptimistinnen, einer Vereinigung von Frauen in verantwortungsvollen Positionen aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, erläuterte die 15jährige Laura Pfadenhauer aus Effelter die diversen Workshops, die von den Medienscouts des Frankenwald-Gymnasiums organisiert und in verschiedenen Klassen zum Thema „Soziale Plattformen“ oder „Social Influencer“ gehalten werden. Dabei appellierte sie auch an die Unterstützung durch die Elternhäuser: „Unsere Arbeit an den Schulen bleibt wirkungslos, wenn die Kinder und Jugendlichen zu Hause durch ihre Eltern falsche Verhaltensmuster im täglichen Umgang mit dem Smartphone vorgelebt bekommen“, so Laura.

Wie wichtig die Arbeit mit den Gleichaltrigen für die Medienscouts selbst ist, unterstrich der Auftritt von Theresa Pietz in Erfurt. Vor drei Jahren hatte sie das FWG mit dem Abitur verlassen. Davor war sie drei Jahre lang Medienscout an ihrer Schule gewesen. „Ich trete heute als lebender Beweis für die Nachhaltigkeit des Konzepts der Medienscouts auf. Dass mich das nachhaltig geprägt, beweist mein heutiger Besuch bei Ihnen in Erfurt“, so die Kronacherin, die sich aufgrund der positiven Erfahrungen als Medienscout für das Lehramtsstudium entscheiden hat. Von so viel Einsatz und Identifikation mit der ehemaligen Schule zeigten sich die rund 80 Damen der Soroptimistinnen begeistert und sicherten Alfons Hrubesch und Susanne Werner von der OHO Unterstützung für die weitere Begleitung und Förderung der Medienscouts zu. „Solch engagierte Schülerinnen wünschen wir uns auch in unseren Bundesländern“, lobte Vizepräsidentin Monika Simshäuser das bemerkenswerte Engagement der beiden Schülerinnen und der anderen Kronacher Medienscouts.

-mts-

 

 

 

 

 

 

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